Besuch aus Brasilien

06.12.2016 15:37 von Monika Hick-Hummel

Erwin Kräutler zu Gast im Kolpinghaus Hall/Tirol

„Liebe deinen Nächsten und deine Mitwelt!“ – so lautete die Botschaft von Bischof Erwin Kräutler bei seinem Vortrag am 1. Dezember im Kolpinghaus Hall. Was die „Zugkraft“ betraf, sah man sich an die Zeiten von Altbischof Reinhold Stecher erinnert, als sich der Kolpingsaal mehr und mehr füllte. An die 200 Besucher horchten aufmerksam den Ausführungen von „Dom Erwin“, der – ein gebürtiger Vorarlberger – seit vielen Jahrzehnten als Bischof in Brasilien wirkt.

Vor 50 Jahren, als er, als junger Priester, in seine heutige Heimatdiözese am Rio Xingu kam, war dort tiefster Regenwald, heute gibt es diesen kaum mehr. Erwin Kräutler widmete seine ganze Kraft den Menschen und auch deren Umwelt, die, so sein Appell, erhalten bleiben müsse – im Interesse der ganzen Welt, also auch von Europa. Aus seiner Sicht ist die Erderwärmung von 2 Grad schon erreicht und wir haben nicht „5 vor 12“, sondern das symbolische „12 Uhr“ fast schon überschritten. „Die Nächstenliebe hört bei den Menschen nicht auf sondern schließt die Natur ein!“, mahnte er deshalb bei seinem Vortrag in Hall; wir seien beauftragt, Gottes Schöpfung als ein gemeinsames Haus zu gestalten und sie mit Liebe und Achtung zu behandeln.

Bischof Kräutler verwies in diesem Zusammenhang auch die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus und erwähnte, dass er im Zuge der Entstehung dieses Schreibens mehrmals persönlich mit dem Papst zum Thema gesprochen habe und ihm so vielleicht einige Impulse geben konnte.

Nach dem Vortrag gab es noch die Möglichkeit, das eine oder andere seiner Bücher zu erwerben und von ihm signieren zu lassen. Dabei ging sich ein kurzer Smalltalk auch aus. Dies wurde von vielen Besuchern gerne genutzt.

Stefan Spiess (VS KF Hall/Tirol)

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