Fahnen und Honigsekt

07.09.2017 09:31 von Monika Hick-Hummel

Auf einem von Weinbergen umgebenen Hügel am Stadtrand von Maribor steht eine wunderschöne Kirche, dem Seligen Anton Slomsek, einem slowenischen Bischof und Heimatdichter geweiht: Hier versammelten sich am 2. September mehrere hundert Frauen, Männer und Kinder zur traditionellen Internationalen Kolping-Wallfahrt („Dreiländerwallfahrt“), gemeinsam veranstaltet vom slowenischen Kolpingverband und den Diözesanverbänden Steiermark und Kärnten.

Die Fahnen voraus, zogen die Teilnehmer ein, unter ihnen der Vorsitzende von Kolping Slowenien Avgust Hericko, Nationalpräses Joze Povh, die Präsidentin von Kolping Österreich, Christine Leopold, sowie der Präsident des Schweizer Kolpingwerks, Erich Reischmann.

Der Gottesdienst wurde in zwei Sprachen (Slowenisch und Deutsch) gefeiert, Hauptzelebrant war der Erzbischof von Maribor, Alojzij Cvikl. In seiner Predigt ermutigte er die Anwesenden dazu, an einer gerechten und friedlichen Welt mitzuarbeiten; dazu gehöre, sich der großen gesellschaftlichen Ungleichheit anzunehmen, die heute herrsche: „Der Sinn des Lebens realisiert sich nicht in einer reichen Gesellschaft, wo das Ziel des Einzelnen ist, immer mehr Reichtum zu erlangen, sondern in der Solidarität – das heißt, in der Fähigkeit, die Freuden, vor allem aber auch die Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen zu spüren“, so der Bischof.

Nach der Messe luden die Verantwortlichen des slowenischen Kolpingwerks zu Speis und Trank in die Räumlichkeiten des mit der Kirche verbundenen Bildungszentrums. Würste und Gulasch (ohne Paprika) standen zur Auswahl, dazu gab es selbst gebackene Kekse und, eine Spezialität der Gegend, Sekt mit Honiggeschmack.

Ein Einsehen hatte auch der Wettergott – gegen Ende der Veranstaltung klarte auch der Himmel auf, sodass die Wallfahrer trockenen Fußes die Heimreise antreten konnten.

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