Räume voll Leben

28.11.2016 14:18 von Monika Hick-Hummel

„Das Kolpinghaus wurd´ umgebaut, da haben die sich was getraut! Die Räume soll´n voll Leben sein, das würde Kolping heut´ noch freu´n!“ – Mit einem selbst gedichteten Lied brachte der „Familienchor“ der Kolpingsfamilie Vöcklabruck auf den Punkt, was alle dachten, die am 1. Adventsonntag zur Einweihung des neuen Trakts des örtlichen Kolpinghauses erschienen waren. Mehrere hundert Festgäste hatten zunächst Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Schöndorf gefeiert und sich anschließend im neu errichteten Kolpingsaal versammelt, darunter Landeshauptmann Josef Pühringer, Kolping-Präsidentin Christine Leopold und Bürgermeister Herbert Brunsteiner.

Mit der Vollendung des Vorhabens in nur einem Jahr Bauzeit ist der Kolpingsfamilie Vöcklabruck ein Husarenstück gelungen. Der gesamte hintere Teil des Hauses samt Saal war abgerissen worden, an dessen Stelle wurde ein neuer, nun etwas kleinerer Versammlungsraum errichtet; gleichzeitig hat man darüber, in drei Obergeschossen, zusätzliche Zimmer mit 72 Betten geschaffen. Insgesamt bietet das Haus nun 121 BewohnerInnen ein „Zuhause auf Zeit“, die meisten davon besuchen die umliegenden Berufsschulen. Noch ein paar Zahlen: Rund 700 bis 800 Personen genießen täglich die „gesunde Küche“ des Kolpinghauses, in dem 17 hauptamtliche MitarbeiterInnen beschäftigt sind – die Kolpingsfamilie gehört somit zu den wichtigsten Arbeitgebern der Stadt.

Kolping-Präsidentin Leopold dankte den Verantwortlichen rund um Vorsitzenden Karl Schaumberger und bezeichnete in ihrem Grußwort das nun erweiterte und sanierte Kolpinghaus Vöcklabruck als „wichtigen Bestandteil in der traditionsreichen und bewegten Geschichte der Kolpingarbeit in Oberösterreich“. Auch Landeshauptmann Pühringer betonte in seiner Festrede die Bedeutung des Wirkens des Kolpingverbandes: „Menschen zu Gemeinschaften zusammenzuführen, ist auch heute wichtig – in einer Zeit, die immer weniger an Bindungen für uns alle bereithält!“

Die Segnung der neuen Räumlichkeiten wurde vom Prälaten des Stiftes Sankt Florian, Johann Holzinger, vorgenommen, die Feier vom Jugendorchester der Bauernkapelle Pilsbach musikalisch begleitet. Zu den weiteren Höhepunkten zählte die Aufnahme von rund 20 Neumitgliedern sowie die Verleihung von vier „Umbau-Oscars“: an Architekt Alois Schlager, Geschäftsführer Walter Müllehner, den Haustechniker Alois Wallinger und an Küchenchefin Erika Ecker. Das Schlusswort gehörte dem Bürgermeister: „Adolph Kolping hätte eine Freude mit diesem neuen Haus!“

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