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Mit Mundschutz und Weitblick

„Corona“ und „Nachhaltigkeit“ standen im Fokus der 8. „Präsides-Tagung“ von Kolping Österreich am 7. Oktober in Salzburg

Zu einem Vernetzungstreffen der Präsides der österreichischen Kolpingsfamilien und Diözesan-Verbände lud Bundespräses Gerald Gump am 7. Oktober ins Kolpinghaus Salzburg ein. Mit fix zugewiesenen Plätzen und, wo nötig, Mundschutzmasken wurde dabei der aktuellen Situation Rechnung getragen, und auch beim inhaltlichen Austausch kam man an „Corona“ nicht vorbei: Denn die Arbeit in den Kolpingsfamilien, vor allem jene Bereiche, die von den Seelsorgern verantwortet werden, sind von der Pandemie stark betroffen, so viel wurde in den Wortmeldungen deutlich.

Ob Wallfahrten oder Gottesdienste, Feste, Bildungs- oder Einkehrtage: Vieles, was sonst vielerorts das Vereinsjahr prägt, musste reduziert oder ganz abgesagt werden, wodurch die Gefahr eines „spirituellen Vakuums“ drohe, „wie in einem U-Boot, wo langsam die Luft knapp wird“, wie es einer der Teilnehmer ins Bild brachte. Bei vielen sie die Sehnsucht da, einander wieder treffen zu können, waren sich die Präsides einig ebenso wie in einem zweiten Punkt: „Auch wenn die Möglichkeiten derzeit bescheiden sind, wir müssen die Gelegenheiten nützen, die sich trotzdem bieten“, etwa in der bevorstehenden Adventszeit, in der auch „Outdoor“ besinnliche und schöne Feierformen gefunden werden könnten.

In einem Studienteil, moderiert von Bundessekretär Wolfgang Engelmaier, setzten sich die Präsides mit der 2015 veröffentlichten Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus und seinem soeben erschienenen Rundschreiben „Fratelli tutti“ auseinander, welche beide zum entschiedenen Einsatz sowohl für den Nächsten als auch für unsere Mitwelt aufrufen. Der Kolpingverband hat daraus eine doppelte Konsequenz gezogen: unsere Bemühungen zur Förderung zur Nachhaltigkeit zu forcieren ebenso wie die Vernetzung mit Kolpingbrüdern und -schwestern auf anderen Kontinenten voranzutreiben; denn Antworten auf beide Fragen: die soziale wie die ökologische, sind nur in einem weltweiten Miteinander zu finden.

Die in Salzburg versammelten Präsides stimmten darin überein, dass es wichtig sei, diese Themen auf Ebene der Kolpingsfamilien und der Diözesanverbände zur Sprache zu bringen und im Vereinsleben und in den Jahresplänen zu verankern; nicht zuletzt auch im Sinne der vielen jungen Menschen, für die wir in den Kolpinghäusern da sind und als deren Anwalt sich Kolping betrachtet. Bewegungen wie „Fridays for Future“ zeigen deutlich, was dieser Generation wichtig ist und welche politischen und gesellschaftlichen Weichenstellungen sie erwartet, damit der Planet bewohnbar bleibt.

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