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Strom vom Dach

Kolpinghaus Wels: „Enkeltaugliche“ Energiegewinnung dank neuer Photovoltaik-Anlage

 

Seit vielen Jahren sind Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ein Markenzeichen für das Kolpinghaus Wels. Seit dem großen Umbau im Jahr 2006 wurden vom Management des Schüler- Lehrlings- und Studentenwohnheims (146 Wohnplätze) zahlreiche Maßnahmen gesetzt – nun vervollständigt eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage das Konzept.

Gemäß dem Leitbild des Kolpingverbandes wird das Engagement für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur großgeschrieben, um den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten. So etwa setzt man in der hauseigenen Großküche auf Fair Trade-Produkte im Buffet und beim Einkauf auf regionale Produkte, vor allem von kleinen Produzenten; ebenso wird auf eine exakte Mülltrennung geachtet. Als Brauchwasser für die Toiletten sowie den Garten wird Grundwasser aus dem eigenen Brunnen verwendet.

Neben dem Schutz der Umwelt verfolgt Kolping Wels auch das Ziel, die Ausgaben für den Betrieb des Wohnheims niedrig zu halten, vor allem im Bereich der Energieversorgung. Rund 170.000 Kilowattstunden Strom beträgt der jährliche Bedarf (entspricht mehr als 40 Haushalten), mit entsprechenden Kosten, die es möglichst zu reduzieren galt.

Seit einigen Jahren ist daher eine Solarthermie-Anlage in Betrieb – das Warmwasser wird kostenlos und umweltfreundlich von der Sonne geliefert anstatt von fossilen Energieträgern. Die kürzlich errichtete Photovoltaik-Anlage war der nächste logische Schritt. Mit einem Leistungsvolumen von 99 kWp („Kilowatt Peak“; eine Anlage mit einem Wert von 1 kWp kann im Jahr etwa 1.000 kW Strom erzeugen) können künftig, zumindest im Sommer, bis zu 50 Prozent des gesamten Strombedarfs gedeckt und der jährliche CO2-Ausstoß um rund 60 Tonnen reduziert werden. Geplant ist weiters eine Strom-Tankstelle für elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie eine Erweiterung der Anlage auf der verbliebenen freien Dachfläche um ca. 9 kWp.

Mit der Investition in die Zukunft sind der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Wels Harald Immitzer und Vorstandsmitglied Rupert Puntigam, der die Umstellung als Experte begleitete, sehr zufrieden und freuen sich, mit der PV-Anlage die Energiewende nachhaltig zu unterstützen. Wichtig ist es den beiden Verantwortlichen, auch die jugendlichen BewohnerInnen des Hauses für die Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, ebenso soll BesucherInnen des Hauses das Thema Photovoltaik schmackhaft gemacht werden: In der Eingangshalle des Kolpinghauses wurde dazu eine Anzeige installiert, mittels derer man die beeindruckende Produktionsleistung der PV-Anlage stets aktuell mitverfolgen kann.
 

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