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Daten & Fakten

Hier finden Sie viele weitere Hintergrundinformationen rund um Kolping Österreich, unsere Arbeit und das Leitbild unseres Verbandes.

„Kolping Österreich“ ist ein christlicher Sozialverband, in dem sich Menschen engagieren, die gemeinsam mit anderen und für andere die Gesellschaft mitgestalten wollen. Wir sind für SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge und berufstätige Jugendliche da, die in den Kolpinghäusern wohnen und dort ein Zuhause auf Zeit finden. Darüber hinaus setzen wir uns in unseren Sozialeinrichtungen für Menschen ein, die an den Rand gedrängt wurden: arbeitslose Jugendliche, drogenabhängige Jugendliche, von Gewalt betroffene Frauen und Jugendliche, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige u.a.

Mit 35 Jugendwohnhäusern und 20 Sozialeinrichtungen zählt Kolping Österreich zu den großen Sozialorganisationen unseres Landes. Aktuell finden rund 5.000 SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlinge in den Kolpinghäusern Unterkunft und professionelle Betreuung; zusätzlich wurden in den letzten Jahren Einrichtungen geschaffen für Menschen in unterschiedlichen sozialen Notlagen: Jugendliche in Krisensituationen, von Gewalt betroffene Frauen und Kinder, AsylwerberInnen, Menschen mit Behinderungen, psychisch beeinträchtigte Personen, Pflegebedürftige u.a.m.

Rund 700 hauptamtliche sowie zahlreiche ehrenamtliche MitarbeiterInnen sind in den Häusern und den Sozialprojekten des Kolpingverbandes tätig, der sich einem christlich-sozialen Weltbild verpflichtet weiß.

Kolping Österreich ist Teil des Internationalen Kolpingwerkes mit rund 400.000 Mitgliedern in mehr als 60 Ländern der Welt.

„Kolping: Auf den Spuren eines Schusters.“
Vom bekannten Priester und Sozialreformer Adolph Kolping – einem gelernten Schuhmachergesellen – persönlich gegründet, steht „Kolping Österreich“ seit über 150 Jahren im Dienst an den Schwächeren der Gesellschaft.

„Reden allein tut´s nicht – die Tat ist´s, die den Menschen ziert!“ (A. Kolping)

Kolping Österreich ist ein Verband von Menschen, die sich engagieren wollen.
Inspiriert vom christlichen Menschenbild, setzen wir uns für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein, die – zumindest für eine Zeitlang – solidarische „Hilfe zur Selbstentwicklung“ benötigen.

Bekannt sind vor allem die „Kolpinghäuser“ in denen Lehrlinge, Schüler und Studenten Wohn- und Begegnungsmöglichkeiten finden. Dieser „Zielgruppe“ galt schon das Wirken des Gründers des Kolpingwerkes, des Kölner Priesters und Sozialreformers Adolph Kolping (1813-1865). Als junger Mann hatte er eine Schuhmacherlehre absolviert und kannte das Elend der Gesellen zu Zeiten der Industriellen Revolution aus eigener Erfahrung. Später, als Priester, bereiste Adolph Kolping das damalige Europa, um in den größeren Städten katholische Gesellenvereine zu gründen. Für Österreich legte er 1852 in Innsbruck, Salzburg, Steyr, Linz und Wien jene Grundsteine, auf denen sich sein Werk entwickeln und ausbreiten konnte.

Leben ist Veränderung – nach diesem Grundsatz hat der Kolpingverband in den letzten Jahrzehnten neue Akzente gesetzt und neben den traditionellen Kolpinghäusern moderne Sozialeinrichtungen geschaffen, wo beispielsweise allein erziehende Mütter, geistig und mehrfach behinderte Menschen, Drogenkranke, von Gewalt betroffene Frauen oder Jugendliche in Krisensituationen Beratung, Hilfe und Unterkunft erhalten.

Besondere Aufmerksamkeit erlangte das Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ in Wien-Favoriten. Hier wurde eine Vision Wirklichkeit: Junge und ältere, gesunde und pflegebedürftige Menschen leben unter einem Dach. Mit dem zweiten Kolpinghaus für betreutes Wohnen in Wien-Leopoldstadt und weiteren Wohnprojekten für „Wohnen im Alter“ in ganz Österreich wird dieses Konzept fortgesetzt.

Getragen wird die Verbandsarbeit von 60 „Kolpingsfamilien“ mit rund 12.000 Mitgliedern in ganz Österreich. Die örtlichen Gruppen sind in Landesverbänden zusammengefasst, die ihrerseits im Bundesverband von „Kolping Österreich“ vereinigt sind. Der Bundesverband wiederum ist Teil des Internationalen Kolpingwerkes („Kolping International“), das sich in seinen mehr als 60 Mitgliedsländern für Entwicklung und die Humanisierung der Gesellschaft stark macht.

Als erste Frau an der Spitze des Sozialverbandes 
Mehr als 150 Jahre wurde „Kolping Österreich“ von Priestern geleitet, seit dem Jahr 2006 steht eine Frau an der Spitze: Christine Leopold. Den Kolping-Verband sieht sie als „eine Gemeinschaft von Menschen, die den Mut haben, aus sich und ihrer Umgebung etwas zu machen“.

Als Präsidentin will Christine Leopold den Kolpingverband an den „Bruchstellen unserer Gesellschaft“ positionieren: „Viele Menschen leiden unter Einsamkeit, der Spannung zwischen Familie und Beruf, Leistungsdruck oder der – nur scheinbaren! – Nutzlosigkeit in der Arbeitslosigkeit oder im Alter.“ Hier gelte es, die guten Kräfte bündeln, um das ursprüngliche Anliegen Adolph Kolpings zu erfüllen: Die Schwächeren zu stärken und ihnen „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzubieten. Leopold: „Wo immer junge und alte Menschen sich bei uns daheim fühlen, haben wir die Zeichen der Zeit erfasst.“

Generationenwechsel bei „Kolping Österreich“: Bei der Bundeskonferenz am 20. Oktober 2007 in Wien wurde der Pfarrer von Schwechat, Mag. Gerald Gump (42) zum Bundespräses des im Jahre 1852 gegründeten Verbandes gewählt. Damit fand bei Kolping die Ära von Langzeit-Präses Ludwig Zack ihren Abschluss. Schon im Jahr davor hatte die Sozialwirtin Mag.a Christine Leopold als Präsidentin die operative Leitung des Sozialverbandes übernommen.

Mit Kolping fühlt sich der Pfarrer von Schwechat auf gleicher Wellenlänge, hier wie dort würden sich die Menschen um einen hohen „sozialen Grundwasserspiegel“ bemühen. Den sozialen Einsatz, wie er bei Kolping gelebt wird, sieht er als wesentliche Aufgabe jedes Christen: „Die anderen sollen etwas davon haben, dass es uns gibt.“

Den Statuten von Kolping Österreich entsprechend, beträgt die Amtszeit des Bundespräses fünf Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.

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