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Bildung (SDG 4)

Bildung (SDG 4)

Bewusstseinsbildung zur Nachhaltigkeit im Verein

Nachhaltigkeit im Verein verankern

  • Wie kann das Thema Nachhaltigkeit im Verein und in den Häusern dauerhaft Platz bekommen?
  • Welche Aktivitäten gibt es hierzu bereits?

Standbetreuung:

  • Harald Ellensohn, Kolpingsfamilie Bregenz
  • Herbert Felbermayer, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Baden
  • Karl Schaumberger, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Vöcklabruck

„Alles, was wir heute tun, hat Auswirkungen weltweit“ – dieser Überzeugung folgend, hat die Kolpingsfamilie Baden/NÖ ein Leitbild entwickelt, in dem der Einsatz für Nachhaltigkeit gleichberechtigt mit dem bei Kolping „üblichen“ Einsatz für soziale Anliegen Hand in Hand geht. Gemeinsam möchte man sich der Aufgabe stellen, „einen Beitrag zu leisten, dass sich auch unsere Kinder und Enkel noch unserer Erde erfreuen können“, so Vorsitzender Herbert Felbermayer, der verschiedene Aktivitäten des Vereins wie beispielsweise den jährlichen Bücherflohmarkt oder das Sammeln und Verkaufen von Altkleidern als „Gegenpol zu unserer Wegwerfgesellschaft“ bezeichnet; mit den Erlösen wird das Psychosoziale Zentrum der Kolpingsfamilie Baden querfinanziert – ein Wohnhaus mit Tagesstätte für rund 30 Personen mit psychischen Beschwerden und Krankheiten.

Im Rahmen der Bundes-Generalversammlung in Linz präsentierten auch die Kolpingsfamilien Bregenz und Vöcklabruck (OÖ) ihre Strategien, das Anliegen der Nachhaltigkeit auf umfassende Weise im Vereinsleben zu verankern.

In der Vorarlberger Hauptstadt setzt Vorsitzender Richard Winder auf die Bewusstseinsbildung der Mitglieder: Auf Klausurtagungen und in den Gremien wurden Maßnahmen erörtert und beschlossen, wie der Umweltgedanke gefördert werden kann. „Viele kleine Schritte führen, zusammen genommen, zum Erfolg“, sagt Winder; so etwa reisen die Mitglieder zu Veranstaltungen immer häufiger in Fahrgemeinschaften oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Bei Vereinsfesten wird auf Einweggeschirr verzichtet, ebenso auf Deko aus Kunststoff. Die Kommunikation im Verein wurde weitgehend auf „digital“ umgestellt, um den Papierverbrauch zu reduzieren.

Auch in der Führung der beiden Bregenzer Kolpinghäuser werden Nachhaltigkeits-Potentiale gehoben: Heiztechnik und Wärmedämmung sind auf dem neuesten Stand, zur optimalen Müllverwertung wurde eine Recyclingstation errichtet. Die Küche kocht nach den Richtlinien „regional, saisonal, bio, fair“, die BewohnerInnen werden über Feinheiten gekonnter Mülltrennung oder energiesparenden Lüftens in Kenntnis gesetzt, im Haupthaus gibt es eine Kreativ-Werkstätte, in der aus Resten und Altmaterialien praktische Dinge wie Anzünder oder Stofftragetaschen gefertigt werden.

Nicht zuletzt setzt man in Bregenz auf Vernetzungen aller Art, was dabei helfe, so Winder, den Blick über den eigenen Tellerrand zu heben und eine weitere Perspektive zu gewinnen. Dazu gehören regelmäßige Treffen und Bildungstage (heuer im März etwa zum Thema „Klimawandel“) mit anderen Kolpingsfamilien aus der Region rund um den Bodensee ebenso wie eine Kooperation mit dem indischen Kolpingwerk, dessen Bemühungen, seinen Mitgliedern menschenwürdige Toiletten zur Verfügung zu stellen, mit Spenden unterstützt werden.

Charly Schaumberger, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Vöcklabruck, stellte seine Präsentation unter das Motto „In der Gegenwart muss unser Handeln die Zukunft im Auge behalten“ – ein Zitat unseres Gründers, das der KF Vöcklabruck seit der 150-Jahr-Feier im Jahr 2009 als Motto dient und auch im Foyer des Hauses verewigt wurde.

Die Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung im Verein fasst er mit folgenden Stichworten zusammen:

  • Müllvermeidung regionaler Einkauf
  • Mülltrennung im Internat aber auch zu Hause
  • Bewusstsein für Energieverbrauch wecken (z.B. Zimmertüren schließen, regelmäßig stoßlüften, Licht, ...)
  • Vereinsfeste kein Plastikgeschirr, keine Pappbecher
  • Fahrgemeinschaften/öffentliche Verkehrsmittel auch bei Vereinsausflügen
  • Energietechnische Baumaßnahmen im Haus
  • u.a.m.

„Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Man muss ihn nur tun!“

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