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Damit alles gut wird

Kolping Bezau und der Diözesanverband Vorarlberg helfen Ukraine-Vertriebenen in Moldawien

Geflüchtete Familie in Moldawien

Selbst ein armes Land, hat gerade Moldawien seit Beginn des Ukraine-Krieges mit dessen Folgen zu kämpfen. Abertausende Vertriebene suchen hier Hilfe und finden sie auch in einem, angesichts der Umstände, bewundernswerten Ausmaß.

Schon seit vielen Jahren steht die Kolpingsfamilie Bezau (Vorarlberg) mit Kolping-Mitgliedern in Moldawiens Hauptstadt Chisinau und in Comrat, einer Kleinstadt nahe der Grenze zur Ukraine, sowie in umliegenden Gemeinden in Verbindung; mit der Aktion „Ziegen für Moldawien“, Medikamenten u.v.m. wurde immer wieder geholfen, den Menschen dort das Leben zu erleichtern. Nun hat man angesichts der Flüchtlingskrise die Kooperation weiter ausgebaut.

Mithilfe von Spenden von Kolpingleuten aus dem gesamten Diözesanverband Vorarlberg , von Betrieben und Privatpersonen in Höhe von bisher 7.000,00 Euro werden seit Anfang März Kriegsvertriebene in verschiedenen Unterkünften mit warmem Essen versorgt, hauptsächlich Frauen und Kinder. Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es unter den derzeitigen Umständen in Moldawien ist, die Zubereitung und Auslieferung so vieler Portionen zu bewerkstelligen: Die Verantwortlichen kämpfen mit ständig steigenden Preisen für die Nahrungsmittel und den Treibstoff, manche Zutaten wie etwa Speiseöl und Salz sind zeitweise gar nicht erhältlich.

Zusätzlich zur Versorgung mit Nahrung werden auch andere wichtige Bedarfsgüter bereitgestellt. Die Menschen aus der Ukraine mussten oft von einem Moment auf den anderen die Flucht ergreifen, „wie bei einem Feuer“, wie es unsere Projektkoordinatorin Katharina Iajgunovici in einem ihrer Berichte formuliert: Sie hatten keine Zeit, Koffer zu packen und es fehlt ihnen an allem: Leibwäsche, Zahn- und Haarbürsten, Windeln für die Babys, Seife, Duschgel, Bettwäsche; dazu kam im Winter die Notwendigkeit, die Geflüchteten mit Brennholz zu versorgen. Auch wurden für die Kinder kleine Pakete zusammengestellt, die z.B. Malbücher, ein paar Stifte, Süßigkeiten und Spielzeug enthalten und sie ein wenig ablenken und erfreuen sollen.

Dies alles geschieht in einem Umfeld, in dem sich die BewohnerInnen von Moldawien selbst stark bedroht fühlen, umfasst doch das Staatsgebiet auch die Region Transnistrien, in der ebenfalls eine russische Invasion bevorstehen könnte – mit unabsehbaren Folgen für das gesamte Land. „Einige Bekannte bereiten ihre Koffer vor, leben ihre Dokumente bereit und suchen nach Personen und Orten, an die sie sich im Notfall wenden können“, schreibt Katharina. Eine ihrer Mitarbeiterinnen berichtet: „Stellt euch vor, wir haben drei kleine Kinder, Eltern, einen Bruder, vor nicht allzu langer Zeit haben wir den Kredit auf unsere Wohnung abbezahlt, und doch müssen wir uns mit dem Gedanken befassen, aus unserem Land wegzulaufen, vor dort, wo ich geboren wurde, wo ich aufgewachsen bin und ebenso meine Kinder. Manchmal kann ich nachts nicht schlafen und einfach nur beten, dass alles gut wird, dass es endlich Frieden gibt.“

Spendenkonto: Kolping-Bezau Moldawienhilfe, IBAN AT75 2060 3000 0201 9677, BIC SPEGAT21XXX, Verwendungszweck: „Moldawien-Ukraine Flüchtlingshilfe“

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