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Die Nöte der Zeit

Kolpingsfamilie Vöcklabruck: vielfältige Hilfe für die Menschen der Ukraine

Bild: Vorsitzende Sonja Schlager sowie Ulrich Schaumberger und Thomas Pamminger von der Kolpingsfamilie Vöcklabruck mit der gebürtigen Ukrainerin Tamara Moser.

Mit großem Engagement und Einfallsreichtum begegnet die Kolpingsfamilie Vöcklabruck den Nöten von Kriegsvertriebenen aus der Ukraine: Innerhalb der letzten Wochen wurden sechs Geflüchtete in zwei Wohnungen im Kolpinghaus untergebracht; zudem wurden Räumlichkeiten für die Betreuung von Kindern und auch für deren Eltern und anderen erwachsenen Vertriebene zur Verfügung gestellt, die dort Sprachunterricht erhalten; anschließend an die Gruppenstunden werden alle zum Essen eingeladen.

Damit nicht genug: Mit der Leitung der örtlichen Apotheke „Am Salzburger Tor“ konnte ein Arrangement getroffen werden, demzufolge Medikamente im Wert von 18.000 Euro zu einem weit darunterliegenden Preis angekauft wurden, diese wurden inzwischen in die Ukraine transportiert. Weitere 2.000 Euro hat die Kolpingsfamilie Vöcklabruck für den „Ukraine-Hilfsfonds“ von Kolping International gespendet. Für Anfang Juli ist ein Flohmarkt im Kolpinghaus geplant, dort sollen weitere Mittel zur Unterstützung von Menschen in der Ukraine und Kriegsvertriebene gesammelt werden.

Ein Problem, das den Verantwortlichen der Kolpingsfamilie zunehmend Sorge bereitet, ist die Tatsache, dass viele der Vertriebenen mit Traumatisierungen zu kämpfen haben – hier versucht man, geeignete therapeutische Unterstützung zu vermitteln. „Man kann sich kaum vorstellen, welchen Belastungen sie ausgesetzt sind“, schildert Johannes Staudinger, Vorsitzender des Kolping-Diözesanverbandes Linz, der in Vöcklabruck zuhause ist, den besonders tragischen Fall jener Frau, die im März hochschwanger flüchten musste; einen Tag nach der Entbindung des Kindes wurde sie mit der niederschmetternden Nachricht konfrontiert, dass ihr Mann an der Front gefallen ist.

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