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Die Welt von morgen

Rückblick auf die Generalversammlung von Kolping Österreich (20./21. Okt.) in Linz.

Das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten stand im Zentrum der Bundes-Generalversammlung von Kolping Österreich am 20. Und 21. Oktober in Linz. Rund 130 Delegierte aus allen Teilen unseres Landes widmeten sich der Frage, welchen Beitrag zu einer „enkeltauglichen“ Zukunft der Kolping-Verband heute schon leistet und welche Maßnahmen in diesem Bereich künftig noch folgen sollen.

Kolping Österreich hatte sich im Vorjahr bei einer Bildungskonferenz in Innsbruck dazu verpflichtet, sich auf allen Ebenen ebenso wie in den Kolpinghäusern und -Sozialeinrichtungen, in denen jährlich rund 6.000 Menschen Wohnraum, Begleitung und Betreuung finden, für den Schutz unseres Planeten einzusetzen. Doppelte Richtschnur für dieses Engagement sind die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ (SDGs) der Vereinten Nationen und das 2015 veröffentlichte Schreiben „Laudato si“ von Papst Franziskus, in der dieser zur Bewahrung der Erde, die er als unsere „Mutter“ bezeichnet, aufruft.

Als erster „Meilenstein“ auf diesem Weg fand nun im Rahmen der Generalversammlung ein „Marktplatz der Nachhaltigkeit“ statt, wo konkrete Maßnahmen von Kolpingsfamilien sowie in den Kolping-Sozialeinrichtungen präsentiert wurden, beispielsweise die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Kolpinghäusern, Konzepte zum sorgfältigen Umgang mit Nahrungsmitteln in deren Großküchen, Kooperationen örtlicher Kolpingvereine mit Fachorganisationen wie dem „Klimabündnis“, „Upcycling“-Projekte zur Müllvermeidung und vieles andere mehr.

Besonderes Augenmerk galt einem Aspekt, der sowohl von der UNO als auch vom Papst zum Thema Nachhaltigkeit betont wird: deren enger Zusammenhang mit dem Anliegen der Armutsbekämpfung. Hier leistet der Kolpingverband in seinen insgesamt 33 Sozialeinrichtungen österreichweit wertvolle Beiträge, welche in Linz auszugsweise präsentiert wurden, von den Einrichtungen für von Armut betroffene Frauen und Kinder („MUKIs“) bis hin zu den Initiativen zur Integration von jobfernen Jugendlichen in den Arbeitsmarkt („Projekt Handwerk“).

Ebenso bedeutsam sind jene Ansätze von Kolping in Österreich, die der Förderung des Friedens und des Dialogs in unserer Gesellschaft dienen: Hier setzen Kolpingleute in unserer oft von Ausgrenzung und Ressentiments geprägten Zeit bewusst Akzente, beispielsweise mit einem Flüchtingscafé im Kolpinghaus Dornbirn, einer Integrativen Lernbetreuung in Wien oder einer Initiative zur Begegnung zwischen „Einheimischen und Zweiheimischen“ in der Bregenzerwälder Gemeinde Bezau.

Im Zentrum des „statutarischen“ Teils stand der Bericht von Präsidentin Christine Leopold mit einem eindrucksvollen Überblick über die Meilensteine der Kolpingarbeit in den vergangenen vier Jahren, beispielsweise die Eröffnung bzw. die Sanierung oder der Ausbau mehrerer Häuser im gesamten Bundesgebiet, große Versammlungen etwa anlässlich des 150. Todestages Adolph Kolpings oder eine Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit, die Erweiterung des Bildungsangebots des Vereins, Maßnahmen zur Qualitätssicherung u.v.a.m.

Ehrengast bei der diesjährigen Generalversammlung war der Generalpräses des Internationalen Kolpungwerkes Ottmar Dillenburg, der den anwesenden Delegierten für ihren Einsatz dankte und ihnen Mut zusprach bei der wichtigen Aufgabe, Menschen dafür zu gewinnen, Kolping zu unterstützen. Besonderer Dank galt fünf Kolping-Verantwortlichen, die im Rahmen der Tagung für ihre außergewöhnlichen Verdienste geehrt wurden: die Vorsitzenden Petra Vogler (Kolpingsfamilie Schwaz/Tirol), Karl Schaumberger (Vöcklabruck) und Ambros Stingeder (Linz), welche in den letzten Jahren für große Bauvorhaben verantwortlich zeichneten, der ehemalige Vorsitzende der Kolpingsfamilie Götzis (Vbg.), Adolf Loacker, der sein Amt nach vielen Jahren verdienstvollen Wirkens kürzlich zurückgelegt hat, und der langjährige Zentralsekretär des Südtiroler Kolpingwerks Otto von Dellemann in Anerkennung seines Beitrags zu den hervorragenden nachbarschaftlichen Beziehungen zu Kolping in Österreich.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Foto-Aktion auf dem Linzer Domplatz, bei der die Delegierten, Passanten und Gottesdienstbesucher gemeinsam ein großes „K“, das Symbol des Kolpingverbandes bildeten.

 

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