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„Ein unglaubliches Jubiläum“

Kolpingsfamilie Steyr feierte 170-Jahr-Jubliäum

„Was wir heute feiern, ist ein unglaubliches Jubiläum – danken wir Gott dafür, dass er so vielen Menschen die Kraft gegeben hat, sich über so viele Generationen für die Sache Kolpings einzusetzen!“ – mit diesen Worten eröffnete der Linzer Altbischof Maximilian Aichern den Festgottesdienst anlässlich des 170. Jahrestages der Gründung der Kolpingsfamilie Steyr; sie ist eine von fünf Kolpingsfamilien in Österreich, die 1852 vom Seligen Adolph Kolping persönlich ins Leben gerufen wurden.

Rund 200 Festgäste hatten sich in der Michaelerkirche im Zentrum von Steyr versammelt: eine der wenigen Kirchen in Österreich mit einem eigenen Altar zu Ehren des Gründers des Kolpingverbands. Vorsitzende Regina Krenn blickte in ihrem Grußwort kurz zurück in die Geschichte: Am Anfang seien die Anliegen der Handwerksgesellen im Vordergrund gestanden, im Wandel der Zeit seien viele Aufgaben dazugekommen. Heute bilden die beiden Wohnhäuser für Studierende den Schwerpunkt der Tätigkeit der Kolpingsfamilie Steyr, in denen knapp 70 junge Menschen aus mehr als 20 Nationen während der Zeit ihrer Ausbildung ein Vaterhaus auf Zeit finden, außerdem, so Krenn, engagiere sich der Verein als Teil des Int. Kolpingwerks für eine gerechtere und sozialere Welt.

Bischof Aichern bezeichnete in seiner Festpredigt das Anliegen und Werk von „Vater Kolping“ als „höchst aktuell“ und die Initiativen des Kolpingverbandes als „Signale der Hoffnung für viele jüngere und ältere Menschen, vor allem für jene, die an den Rand gedrängt sind.“ Solidarität zu üben, fügte er hinzu, sei das Wesen der Kolpingarbeit; diesem Begriff liege das lateinische Wort „solidus“, „fest“, zugrunde: Fest und verlässlich füreinander einstehen, den Bedrängten ihre Last zu erleichtern, gegenseitige Ermunterung und Unterstützung – dazu sei Kolping einst gegründet worden, und diesem Auftrag würde der Verband bis heute „in markanter Weise“ gerecht werden – indem Kolpingleute sich nie damit begnügen würden, über die „Übel der Welt zu klagen, sondern stets ihre Bereitschaft unter Beweis stellen, tatkräftig an der Gestaltung einer besseren Welt mitzuwirken.“

Im Anschluss an den Gottesdienst klang die Jubiläumsfeier mit einem Mittagessen und einem „Tag der offenen Tür“ in den beiden Kolpinghäusern von Steyr aus. Der Festreigen geht aber noch weiter: Mit einer Abendveranstaltung am Di., 15. November im Campus Steyr, in dessen Rahmen der Zukunftsforscher Tristan Horx sich der Frage widmen wird, wie sich Arbeitswelt und Gesellschaft wandeln müssen, um „fit für die Zukunft“ zu werden. Beginn ist um 17:30, der Eintritt ist frei.

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Aichern im vollen Wortlaut:

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