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Freude am Glauben

Auf Wusch des Papstes: Stellungnahme von „Kolping International“ zum Synodalen Prozess

© Kolping International

Im Vorjahr hat Papst Franziskus zu einem internationalen „Synodalen Prozess“ aufgerufen und alle Menschen eingeladen, sich daran zu beteiligen. Inhaltlich geht es um die Zukunft der Kirche – was soll bleiben, was geändert werden? Entschieden wird darüber im Rahmen einer Weltbischofssynode im Jahr 2023. Inzwischen wurde auf der Grundlage der Rückmeldungen ein Vorbereitungsdokument für diese Versammlung erstellt. Der Vatikan hat die Repräsentanten internationaler Organisationen und Verbände gebeten, dazu Stellung zu nehmen, diesem Ersuchen hat der Generalvorstand von „Kolping International“ Folge geleistet.

Dem von allen Mitgliedern des Generalvorstands unterzeichneten Text wird ein Zitat unseres Gründers Adolph Kolping vorangestellt: „Der Mensch muss seines Glaubens froh werden, wenn er ihm von ganzem Herzen anhangen soll“; von daher wird entwickelt, wie und unter welchen Voraussetzungen die Freude am Glauben neu entdeckt werden kann. Dabei könnte die Kirche, so wird dargelegt, von Kolping lernen, indem sie Prinzipien umsetzt, die in unserem Verband schon seit Längerem Gültigkeit haben: „Universalität statt Uniformität“, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie von Klerikern und sog. „Laien“, die Besetzung aller Leitungsfunktionen durch demokratisch gewählte Funktionär*innen, die Verleihung von Leitungsmacht nur auf Zeit, die volle Teilhabe unabhängig von der Wahl der persönlichen Lebensform u.a.m. Angesprochen wird in dem Dokument auch die Erschütterung vieler Kolping-Mitglieder über den sexuellen Missbrauch, der in kirchlichen Strukturen möglich wurde, über das dadurch hervorgerufene Leid der Betroffenen und über den Umgang mit diesem Thema seitens der kirchlich Verantwortlichen.

Halbzeit-Bilanz

In einem Kommentar für „katholisch.de“, das Webportal der kath. Kirche Deutschlands, nimmt Markus Demele, Generalsekretär von „Kolping International“, auch persönlich zum bisherigen Verlauf des Synodalen Prozesses Stellung. Er zieht eine originelle Metapher zu einem Fußballspiel: Den Anstoß habe Papst Franziskus persönlich vorgenommen, danach lag der Ball bei den Diözesen, Verbänden, Orden und Einrichtungen; nun, in der zweiten Halbzeit bis zur Synode 2023, ginge es darum, ein achtbares Ergebnis zu erzielen und die Erwartungen vieler in der Kirche nicht zu enttäuschen, die sich noch in ihrer irdischen Spielzeit einen Wandel in der Kirche erhoffen, durch den die Freude am Glauben allerorts neu zum Strahlen gebracht werden kann.


Weiterführende Links:

Halbzeit für die Weltsynode: Es bleiben zwei wichtige FragenEin Gastbeitrag von Kolping-Generalsekretär Markus Demele

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