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„Für welche Werte steht Europa?“

Kontinentalversammlung des Kolpingwerkes Europa tagte vom 25. – 27. Mai 2018 in Litauen

v.l. n.r.: Bundesleiter Norbert Hauer, Lina Kalibataite, Geschäftsführerin von Kolping Litauen, Margrit Unternährer, Vorsitzende des Europ. Kolpingwerkes, Renate Draskovits, Stv. Vorsitzende, Bundessekretär Wolfgang Engelmaier und Europabeauftrager Anton Salesny.

Knapp 50 Delegierte aus 16 Nationalverbänden konnte die Vorsitzende von Kolping Europa, Margrit Unternährer, zur diesjährigen Kontinentalversammlung begrüßen, die aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Kolpingwerkes Litauen in Kaunas stattfand.

Der Studienteil stand unter der Fragestellung „Für welche Werte steht Europa?“

Die Referenten: Karl Schiewerling, Vorsitzender der Stiftung „Christlich-Soziale Politik“ (CSP) und Stefan Lunte vom Zusammenschluss der Europäischen Bischofskonferenzen (COMECE), verwiesen auf die historische Entwicklung Europas und die Bedeutung des christlichen Menschenbildes. Die Prinzipien der Personalität und Subsidiarität, grundgelegt in der Kath. Soziallehre, seien maßgebend für ein freiheitliches und demokratisches Europa, so Schiewerling; Politik müsse sich an Werten wie Friede und Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit orientieren und messen lassen. „Es braucht Verbände wie das Kolpingwerk die immer wieder die politisch Verantwortlichen auf Widersprüche hinweisen“, so Lunte.

In vier Workshops diskutierten die Delegierten, wie diese Werte bei Kolping gelebt und konkret umgesetzt werden können. Die Ergebnisse werden in die Erstellung eines Papiers zum Selbstverständnis für das Kolpingwerk Europa einfließen.

In einem Grußwort würdigte der Erzbischof von Kaunas, Lionginas Virbalas, das Wirken des Kolpingwerkes in Gesellschaft und Kirche und verwies u.a. auf die hohe Bedeutung der von Kolping geführten Universität in seiner Bischofsstadt.

Europapräses Josef Holtkotte griff in seiner Predigt in der Kathedrale von Kaunas ebenfalls den Gedanken des Erzbischofs von Kaunas auf und betonte die Gemeinschaft und das Miteinander im Kolpingwerk Europa: „Die Bereitschaft der Nationalverbände, sich in Verantwortung vor Gott als Christen für den Nächsten einzusetzen, bleibt unsere Aufgabe“, so Holtkotte.

Generalsekretär Dr. Markus Demele berichtete von der Generalversammlung Kolping International 2017 in Peru und stellte die Neufassung des Generalstatuts sowie das neue Selbstverständnis von KOLPING International vor.

„Kolpingarbeit in Europa“ unter dieser Überschrift standen die Berichte aus den Nationalverbänden sowie der Kolpingjugend. Erneut wurde deutlich, wie vielfältig das engagierte Wirken des Kolpingwerkes in Gesellschaft und Kirche ist.

Die Tagung wurde in Kooperation mit der Konrad-Adenauer‐Stiftung/Büro Litauen durchgeführt. Kolping Österreich war durch Bundesleiter Norbert Hauer und Bundessekretär Wolfgang Engelmaier vertreten, außerdem stellt unser Nationalverband den „Europabeauftragen“ des Europ. Kolpingwerkes, Anton Salesny, und mit Renate Draskovits eine der Stv. Vorsitzenden.

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