Zum Seiteninhalt

Gemeinsam Kolping leben

Rückblick auf die Generalversammlung (18./19. Oktober in Graz)

Präsidentin Christine Leopold

„Gemeinsam Kolping leben“, so lautete das Motto der Bundes-Generalversammlung, die von 18. bis 19. Oktober im Kolpinghaus Graz stattfand. Mehr als 120 Kolping-Verantwortliche und Delegierte aus allen Bundesländern nahmen dabei die Vielfalt dessen in den Blick, was im Namen Kolpings in unserem Land und für die Gesellschaft geleistet wird und verständigten sich darüber, in welcher Form und nach welchen Richtlinien dieses gemeinsame Engagement künftig gestaltet werden kann.

Im „statutarischen“ Teil standen die Berichte der Präsidentin und des Bundespräses im Mittelpunkt, in denen die Höhepunkte der vergangenen vier Jahre noch einmal zur Sprache kamen: die Eröffnung neuer Häuser und Einrichtungen (Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Wien-Leopoldstadt, Kolpinghaus Wien-Jeneweingasse, Erweiterung der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in Mistelbach und Waidhofen/Thaya, Umbau/Erweiterung von Kolpinghäusern, z.B. Kufstein und Graz u.a.m.), große gemeinsame Feste wie die Internationale Rom-Wallfahrt im Jahr 2011 und die Feiern zum 200. Geburtstag Adolph Kolpings in den Bundesländern und in Wien sowie die Erarbeitung unseres „Kolping-Handbuches“ im Rahmen eines österreichweiten Vereinsentwicklungsprozesses. Außerdem wurden Statutenanträge behandelt.

Einen Höhepunkt der Tagung bildet ein Empfang im Rathaus der Stadt Graz, in dessen Rahmen auch das 160-Jahr-Jubiläum der Kolpingsfamilie Graz begangen wurde – ein Fest, das mit einem „Steirischen Abend“ im Kolpinghaus, inklusive „Buschenschank“ und Weinverkostung, ausklang.

Einen eindrucksstarken Schlusspunkt der Bundes-Generalversammlung bot der Gottesdienst am Sonntag, gefolgt von einem Festvortrag des früheren Vizekanzlers Erhard Busek zum Thema „Europa solidarisch gestalten“; 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wies er auf die Bedeutung von „Empathie und Kompassion“ für das Zusammenleben auf unserem Kontinent hin – nur mithilfe dieser beiden Eigenschaften könne es gelingen, den sozialen Zusammenhalt in Europa zu sichern. Im Konkreten würdigte Busek nachbarschaftliche und soziale Initiativen, wie sie auch von Kolping initiiert und umgesetzt werden als „Beispiele praktisch-solidarischen Handelns“, durch welche Kooperation und Kommunikation zwischen Menschen, Regionen und Ländern gefördert werden könnten.

Kolping Präsidentin Christine Leopold hob die Bedeutung von Gemeinschaftssinn und Dankbarkeit für eine erfolgreiche Arbeit im Kolpingverband hervor und unterstützte den von verschiedenen Seiten geäußerten Appell an die Delegierten und Mitglieder der Kolpingsfamilien in Österreich, sich den brennenden sozialen Aufgaben unserer Gesellschaft zu widmen, beispielsweise der Unterbringung, Beratung und Betreuung von Kriegsflüchtlingen: „Wir alle im Kolping-Verband sind dazu verpflichtet, Menschen Mut zu geben und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, besonders jenen, die es schwer haben im Leben!“

Die Bundes-Generalversammlung ist das gesetzgebende Organ von Kolping Österreich. Eingeladen waren die Mitglieder der Bundeskonferenz, der Präsidien der Kolpingsfamilien sowie weitere Delegierte der der Diözesan-/Landesverbände.

Zurück zur Übersicht
Kontakt & Adressen