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Geschichte mit Zukunft

Wir gratulieren! Kolpingsfamilie Wels feiert 160. Geburtstag

Es gibt Tage, die gehören rot angestrichen in jedem Kolping-Kalender – der 17. Juni war ein solcher; an diesem Tag feierte die Kolpingsfamilie Wels ihr 160-Jahr-Jubiläum. Anlass, einerseits (stolze) Bilanz zu ziehen, gleichzeitig aber auch die Zukunft ins Auge zu fassen.

Am Beginn des Festes stand ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit Präses Niko Tomic sowie Diözesanpräses P. Raphael Schweinberger als Hauptzelebranten. In seiner Predigt bezeichnete er das Wirken des Kolping-Verbandes als „Einladung zum Vertrauen“ und als das Beweis dafür, dass es auch in schwierigen, unsicheren Zeiten möglich sei, Räume zu schaffen, in denen Menschen aufatmen und froh werden können.

Von der Kirche ging es im Festzug durch die Innenstadt zum ehemaligen Minoritenkloster, wo der Festakt stattfand. Vorsitzender Harald Immitzer nahm in seiner Begrüßung auf die Zeitumstände bei der Gründung der Kolpingsfamilie Wels Bezug: „Damals, 1858, stand Kolping mitten in seiner Schaffenskraft!“ Wie wenige seiner Zeitgenossen habe unser Gründer schon damals seine Mitstreiter zum Einsatz für einen nachhaltigen Lebensstil aufgefordert, wenn er sagte, an den Gütern der Erde dürfe sich der Mensch nicht versündigen; die Kolpingsfamilie Wels, so Immitzer, sehe das heute als ihren besonderen Auftrag und setze viele Maßnahmen, um unsere Welt enkeltauglich zu gestalten.

Dies bestätigte Kolping-Präsidentin Christine Leopold in ihrer Grußbotschaft, in der sie zunächst das Wirken der Mitglieder zum Wohle der Jugendlichen, die im Kolpinghaus wohnen, hervorhob und dann das Engagement der Kolpingsfamilie bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele („SDGs“) würdigte, etwa durch alternative Formen der Energiegewinnung für das Kolpinghaus und andere Maßnahmen zum Klimaschutz: „Das ist ein wichtiger Beitrag zu Bewältigung der Zukunft und eines der großen Themen, mit dem wir auch heute noch junge Menschen von der Kraft unserer Gemeinschaft überzeugen können!“

Im Zeichen des Dankes stand dann die Festansprache, gehalten vom ehemaligen Landeshauptmann Oberösterreichs Josef Pühringer, einem Ehrenmitglied der Kolpingsfamilie Wels. Dank dafür, dass sich in 160 Jahren immer wieder Menschen gefunden haben, die sich im Sinne ihrer Ideale engagiert haben. „Der Kolpingverband hat zu allen Zeiten überaus Wertvolles anzubieten“, so der langjährige Spitzenpolitiker, der Adolph Kolping als einen Menschen würdigte, der seiner Zeit voraus gewesen sei und der junge Leute „an die Frische der Luft neuer Möglichkeiten“ bringen wollte: „Er hat ihnen viel zugetraut und sie entsprechend ihren Möglichkeiten gefördert“; diesem Ziel, junge Menschen erfahren zu lassen, was in ihnen steckt, sei die Kolpingsfamilie Wels bis heute verpflichtet, zum Glück, so der Ex-Landeshauptmann: „Menschen, denen etwas zugetraut wird, werden leistungsfreudig und leistungsstark – diese Sicht Kolpings tut der ganzen Gesellschaft gut.“

Als Ausdruck der Wertschätzung für die Kolping-Arbeit in Stadt und Land wurden Vorsitzender Harald Immitzer mit dem Verdienstzeichen der Stadt Wels in Gold und Ehrenpräses Otto Kitzberger mit der Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich in Gold ausgezeichnet. Den Abschluss der Feier bildete ein „Tag der Offenen Tür“ im Kolpinghaus Wels, in dessen Rahmen im Foyer ein Mosaik enthüllt wurde. Dessen Botschaft: „Tue jeder in seinem Kreis das Beste …“ fasst das Erfolgsgeheimnis der vergangenen 160 Jahre zusammen und ist gleichzeitig ein Auftrag an all jene, die die Geschichte der Kolpingsfamilie Wels weiterschreiben werden.

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