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Jubiläumsfeier

40 Jahre Kolping-Werkstätte Poysdorf für Menschen mit Behinderung

P.v.l.n.r.: Thomas GRIESSL (Bürgermeister von Poysdorf), Christine SCHODL-MEIER (Leiterin der Kolping-Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Poysdorf), Christine LEOPOLD (Präsidentin von Kolping Österreich), Kurz HACKL (Abgeordneter zum NÖ Landtag), Adelheid BRUCKMÜLLER (Institut für Bildung und Gesundheit)

Ihre Arbeitsmittel hatten die KlientInnen mitgebracht: einen Rasentrimmer, Pinsel, Acrylfarbe, und den Altar im Festzelt zierte eine selbst produzierte, kunstvoll gestaltete Kerze; so wurde ihr Leben und ihre Leistung hereingeholt in die Feier des 40-Jahr-Jubiläums der Kolping-Werkstätte für Menschen mit Behinderung in Poysdorf (NÖ). Als „Menschen mit besonderen Fähigkeiten“ bezeichnete sie George van Horick, Präses der örtlichen Kolpingsfamilie, und dankte allen, die in der Werkstätte tätig sind, sowie jenen, die diese Einrichtung einst ins Leben gerufen hatten.

Seit der Eröffnung der Einrichtung im Jahr 1979 bietet Kolping Österreich in Poysdorf Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Beschäftigungsmöglichkeiten in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern an. Gestartet wurde mit nur wenigen Beschäftigten in zwei Werkräumen, heute sind es insgesamt 60 Personen, die in acht Werkgruppen begleitet, betreut und angeleitet werden. Überdies gibt es seit 2012 die Alternative Tagesbetreuungsgruppe „Vivo“ für KlientInnen, die aufgrund ihres Alters oder der Schwere ihrer Behinderung spezielle Förderung bekommen.

Kolping-Präsidentin Christine Leopold dankte in ihrer Festansprache Einrichtungsleiterin Christina Schodl-Meier und allen BetreuerInnen und hob die Achtsamkeit hervor, mit der diese ihre Arbeit verrichten: „Es braucht Mitarbeiter, die ein ehrliches Ja zu jedem Menschen sagen – so wie er ist, zu dem, was er hat, was er kann und auch zu dem, was er nicht kann“, hielt sie fest. Seitens des Landes NÖ verwies Landtagsabgeordneter Kurt Hackl in Vertretung der Landeshauptfrau auf die christlichen Werte, die der Arbeit des Kolpingverbandes zugrundeliegen und bezeichnete diese als „Kraftquelle für unsere Gesellschaft“. Ähnlich äußerte sich der Bürgermeister von Poysdorf, Thomas Griessl, der in seinem Statement die Notwendigkeit unterstrich, mit den Schwächeren „wertschätzend und fördernd umzugehen“.

Nach der Segnung der Werke und Werkzeuge durch Kolping-Bundespräses Gerald Gump bildete die Auszeichnung als „Qualitätshaus“ nach den Normen des Zertifizierungssystems „E-Qualin“ den Abschluss des offiziellen Teils; nachher wurde gespeist und – nach den Klängen der „Frättingsdorfer Ortsmusik“ – getanzt, wobei die ausgelassene Festtagsfreude der KlientInnen ins Auge fiel und zu Herzen ging. Ein „Happy Birthday“ im wahrsten Sinne des Wortes.

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