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Mit voller Kraft

Riesige Hilfswelle aus den Kolping-Partnerländern für die Menschen der Ukraine

„Bis vor kurzem noch unvorstellbar: Gefühle und Gedanken sind in Aufruhr, weil wir nicht wissen, wie es weitergeht mit der Ukraine. In diesen Zeiten des Krieges zeigt sich, dass unsere Gemeinschaft zusammenhält, dass wir der bitteren Realität etwas entgegensetzen: unsere Solidarität, das Gebet füreinander und konkrete Hilfe durch uns alle!“ – Mit diesen Worten dankt Generalpräses Christoph Huber allen bei Kolping, die in den letzten Wochen dazu beigetragen haben, die Not der Menschen in der Ukraine oder jener, die aus dem Land geflohen sind, zu lindern.

Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine sind im gesamten Kolpingverband zahlreiche Initiativen gestartet worden, um den Betroffenen zur Seite zu stehen – den intern Vertriebenen ebenso wie jenen, die in den Nachbarländern Schutz vor den Kämpfen suchen.

Das ukrainische Kolpingwerk hat sämtliche seiner Sozialeinrichtungen in Flüchtlingsunterkünfte umgewandelt. Wo früher Kinder, Senioren oder Menschen mit Autismus betreut wurden, finden nun Binnenflüchtlinge Obdach und werden verpflegt. Die Zentren befinden sich im bislang (Stand: 22. März, Anm.) von den Kämpfen nicht direkt betroffenen Westen der Ukraine – in Czernowitz, Lemberg, Uschgorod, Scharhorod, Iwano-Frankiwsk und Winnyzja.

Während der vergangenen Wochen haben bereits mehrere Hundert Flüchtende die Notunterkünfte genutzt. „Es sind vorwiegend Frauen mit Kindern, die eine oder mehrere Nächte in unseren Herbergen verbringen und auf Wunsch Hilfe für ihre Weiterreise erhalten“, berichtet Vasyl Savka, Geschäftsführer von Kolping Ukraine. Einige Standorte bieten zusätzlich psychologische Betreuung und spezielle Strukturen für Familien mit behinderten Kindern an. Auch andere Hilfsaktionen sind aus der Not heraus bereits entstanden – zum Beispiel eine Suppenküche, in der Kolpingmitglieder täglich bis zu 400 warme Mahlzeiten für die Bevölkerung zubereiten und ausschenken.

Die Kolpingverbände in den Nachbarländern Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn halten ebenfalls Notunterkünfte für Geflüchtete bereit. Mit Unterstützung von Freiwilligen kümmern sie sich um die oft traumatisierten Ankömmlinge, stellen Schlafplätze und Verpflegung sicher. Dies geschieht in engem Austausch mit den ukrainischen Kollegen. Darüber hinaus sind Kolpingleute in den osteuropäischen Verbänden im Dauereinsatz, um Hilfsgütertransporte zu organisieren und Transfers von den Grenzregionen in die Versorgungszentren sicherzustellen.

All diese humanitären Hilfsmaßnahmen werden zum großen Teil von Kolping International finanziert. Dazu wurde ein Ukraine-Hilfsfonds eingerichtet, aus dessen Mitteln bisher rund 630.000 Euro für Hilfsprojekte bereitgestellt werden konnten. Viele europäischen Kolpingländer, auch Österreich, beteiligen sich an dieser Sammelaktion oder organisieren Hilfstransporte direkt in die Ukraine.

„Es ist beachtlich was in den Wochen seit Kriegsbeginn alles auf die Beine gestellt wurde“, würdigt der Generalsekretär von „Kolping International“, Markus Demele, die Anstrengungen auf allen Ebenen; Geschäftsführer Vasyl Safka findet ähnliche Worte: „In diesen für uns so schwierigen Stunden konnten wir die die Kolping-Solidarität in voller Kraft erleben und dafür bin ich euch, der gesamten Kolpingwelt, unglaublich dankbar!“

So können Sie helfen!

Um rasch und situationsgerecht helfen zu können, hat KOLPING INTERNATIONAL einen Ukraine-Hilfsfonds geschaffen. Wir bitten alle Mitglieder und Förderer unseres Verbandes, sich dieser Initiative anzuschließen und um einen Beitrag für die Projekte des ukrainischen Kolpingwerks zugunsten von Kriegsvertriebenen; besonders dringend werden Lebensmittel, medizinisches Material und Mittel für die Bereitstellung von Notunterkünften (Klappbetten, Matratzen, Hygieneartikel …) benötigt.

IBAN: AT24 6000 0000 0195 3008
Verwendungszweck: 41_Soforthilfe_Ukraine
BAWAG-PSK; BIC: BAWAATWW
Empfänger: Spenden Kolping Österreich

Ihre Spende an Kolping Österreich ist steuerlich absetzbar.

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