Zum Seiteninhalt

Vorsicht, keine Panik

Kolping stellt sich der Gefahr durch das „Corona“-Virus

Vorsicht, keine Panik: Nach diesem Motto begegnet Kolping der potenziellen Gefahr durch das „Corona“-Virus. Um zur Eindämmung seiner Verbreitung beizutragen, sind sämtliche Verantwortliche unseres Verbandes – im Verein ebenso wie in den Häusern und Einrichtungen – dazu aufgerufen, die Vorgaben und Handlungsanleitungen der zuständigen Behörden umzusetzen. In den Kolpingsfamilien bedeutete dies zunächst den weitgehenden Verzicht auf Versammlungen und Veranstaltungen, jedenfalls solcher mit über 100 TeilnehmerInnen; per Anordnung des Sozialministeriums, in Kraft mit 17. März 2020, sind Veranstaltungen bis auf weiteres gänzlich untersagt: „An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen auf einmal treffen. Einzige Ausnahmen sind jene Aktivitäten, die der Bekämpfung des Corona-Virus dienen.“

Auch in den Häusern ist es ein Gebot der Stunde, nicht notwendige Sozialkontakte zu vermeiden, beispielsweise ist zurzeit der Besuch von Angehörigen nicht möglich, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen im Palliativbereich unserer Pflegeeinrichtungen. In unseren Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Mistelbach und Poysdorf mussten die Werkstätten geschlossen werden; Gemeinschaftsaktivitäten finden nur in eingeschränkten Umfang in den Gruppen statt. Diese Maßnahmen gelten, solange sie zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ansteckung notwendig sind. Wir danken allen Angehörigen für Ihr Verständnis und bitten Sie gleichzeitig, jede Gelegenheit zu nutzen, um mit Ihnen nahestehenden BewohnerInnen beispielsweise telefonisch oder über Social Media-Kanäle in Kontakt zu bleiben!

Die Kolping-Lebensberatungsstellen sind in Betrieb, allerdings finden die Beratungen derzeit im Normalfall telefonisch oder online statt. Die BeraterInnen sind für KlientInnen unter folgenden Telefonnummern erreichbar: Lebensberatungsstelle 1180 Wien: +43 676 3912 905, Lebensberatungsstelle 1100 und 1040 Wien: +43 1 586 61 75. Präsenzzeiten: Montag 9-11h, Dienstag 16-18h, Mittwoch 9-11h, Donnerstag 14-16h. Während dieser Zeiten können persönliche Beratungstermine vereinbart werden, die ebenfalls nach Möglichkeit via Telefon abgewickelt werden. In besonderen Krisenfällen ist jedoch weiterhin die Möglichkeit der persönlichen Beratung in der Beratungsstelle gegeben. Das Präventionsprogramm „Familien stärken“ ist bis auf weiteres ausgesetzt. Für eventuelle Fragen stehen wir gerne unter familienstaerken@kolping.at zur Verfügung.

Auch in der Sucht- und Drogenberatungsstelle in 1040 Wien findet derzeit grundsätzlich keine persönliche Beratung statt. Der Beratungsbetrieb bleibt jedoch über das Telefon und das Internet aufrecht: Telefon: +43 1 581 53 03, E-Mail: drogenberatung@kolping.at. In besonderen Krisenfällen sind jedoch weiterhin persönliche Beratungen in der Beratungsstelle möglich.

Derzeit geschlossen sind die Flüchtlingsberatungsstelle UMAKO in Wien 10; die Kolping-Lernbetreuung im Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Wien-Leopoldstadt wird mit 30. März telefonisch fortgesetzt. Jedes der angemeldeten Kinder bekommt pro Woche ca. 2 Stunden Nachhilfe per Telefon oder Videochat.

Positiv zu vermerken ist eine Initiative der Verantwortlichen der Kolpingjugend, die ein Projekt zur Unterstützung älterer MitbürgerInnen in die Wege geleitet haben, das hoffentlich in anderen Kolpingsfamilien viele Nachahmer finden wird.

Zwei ermutigende „Blitzlichter“ können wir aus unserem Beschäftigungsprojekt „chance2work“ für Menschen auf Jobsuche vermelden: Eine der jungen Frauen, die wir begleiten, wird mit Anfang April ein Dienstverhältnis im Bereich Pflege im Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Wien-Leopoldstadt beginnen. Sie ist qualifizierte Pflegerin, durfte bisher jedoch ihren Beruf in Österreich nicht ausüben. Aufgrund einer „Corona“-Verordnung darf sie jetzt auch ohne das sonst übliche aufwendige Verfahren zur „Nostrifizierung“ bei uns arbeiten. Und vier junge Männer aus unserem Projekt werden mit Ende März als Erntehelfer tätig sein – zwei Tage pro Woche in einem kleinen Betrieb in Wien-Simmering.

Bitte beachten Sie auch unseren Spendenaufruf für unseren Sozialfonds und unsere Bitte, gebrauchte Laptops unseren „Mutter-Kind“-Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, damit die dort lebenden Kinder am „Unterricht zuhause“ teilnehmen können.

Stand: 25. März 2020, Angaben werden laufend aktualisiert.

Zurück zur Übersicht
Kontakt & Adressen