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Zeit der Entscheidung

Jahrestagung von Kolping Europa in Rom rückte die Zukunft unseres Kontinents in den Fokus

Jahrestagung von Kolping Europa in Rom

Alle Wege führen nach Rom? – Jedenfalls heuer traf dieses Sprichwort für die Delegierten der Kontinentalversammlung des Europäischen Kolpingwerks zu, welche von 24. bis 26. Mai in der „Ewigen Stadt“ tagte. Mehr als 50 Verantwortliche unseres Verbandes aus 17 Ländern nahmen daran teil.

Im Zentrum der Beratungen stand die Frage nach der Zukunft unseres Kontinents – gut 60 Jahre nach Abschluss der „Römischen Verträge“, die den europäischen Einigungsprozess begründeten. „Die Gründerväter wagten es, von einem besseren Europa zu träumen“, so formulierte es Hauptreferent Riccardo Pozzi, Vorsitzender der int. Bewegung junger Christdemokraten, um hinzuzufügen: „Was ist mit uns? Und wie wird in 60 Jahren das Urteil unserer Enkel ausschauen, was unsere Generation geleistet hat, um dieses Werk weiterzuführen?

Europa definierte Pozzi als „Way of life“, als eine besondere Art, den Menschen zu verstehen als Wesen mit Würde und mit Rechten, auch sozialer Art; von dieser Sichtweise her müsse man die aktuellen Herausforderungen angehen: die Kluft zwischen ärmeren und reicheren Regionen, das Management der Flüchtlingsfrage, die Digitalisierung und damit verbunden die Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt. Am Ende des Tages müsse man sich entscheiden: „Mehr oder weniger Europa – beides geht nicht!“

Hoch interessant wieder die Berichte aus den Nationalverbänden über Leuchtturmprojekte des vergangenen Jahres – vom Ausbildungszentrum für Lehrlinge nach dem dualen System in Rumänien über ein Berufsbildungsprojekt für Frauen aus ländlichen Regionen in Serbien bis hin zu Orientierungskursen für SeniorInnen in Litauen. Auch die kleineren Verbände ließen mit ambitionierten Initiativen aufhorchen: So etwa organisiert Kolping in Moldawien eine Suppenküche für ältere Menschen, in der Ukraine wurde ein Tageszentrum für Kinder mit Behinderungen eröffnet, in Albanien werden Essenspakete für Familien in Not verteilt und Sprachkurse für Jugendliche organisiert.

Kolping Österreich, vertreten durch Präsidentin Christine Leopold, Bundesleiter Norbert Hauer und Bundessekretär Wolfgang Engelmaier, präsentierte die seit 2016 im Fokus der Verbandsarbeit stehende Strategie zur Förderung der Nachhaltigkeit mit besonderem Blick auf den „Marktplatz der Nachhaltigkeit“ im Rahmen der Bundes-Generalversammlung letzten Herbst in Linz.

Weitere Höhepunkte der Tagung waren ein Besuch des Petrusgrabes und der Nekropole unter dem Petersdom sowie die Teilnahme am Angelusgebet mit dem Heiligen Vater, in dessen Rahmen Papst Franziskus das Kolpingwerk namentlich willkommen hieß.

Hier finden Sie das Video mit einem Auszug aus der Ansprache (Regina-Coeli-Gebet) von Papst Franziskus vom 26.5.2019.

 

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