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Zum Wohle der Mitmenschen

Erstes „Ehrenamtlichen-Treffen“ der Kolpinghäuser „Gemeinsam leben“

Woraus schöpfe ich die Motivation für meine ehrenamtliche Tätigkeit? Wie zufrieden bin ich mit den Möglichkeiten, mich einzubringen, welche Wünsche und Anregungen möchte ich geben, um mein Engagement noch zufriedenstellender zu gestalten? – Das waren die Themen beim ersten „Ehrenamtlichen-Treffen“ der beiden Kolpinghäuser „Gemeinsam leben“ Anfang Mai. Rund 80 Freiwillige sind in den beiden Pflegewohnhäusern insgesamt tätig, knapp 15 davon nahmen an der Veranstaltung im Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Wien-Leopoldstadt teil.

Schon bei der Vorstellungsrunde wurde die Vielfalt der Zugänge deutlich: Da ist die Witwe eines ehemaligen Bewohners, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Neuankömmlingen das Eingewöhnen im Haus zu erleichtern; die pensionierte Doktorin, die in der Lernbetreuung mithilft; die ehemalige Lehrerin einer benachbarten Schule, die die Bibliothek betreut; eine ältere Dame, die als Ministrantin die Gottesdienste mitgestaltet oder die Zahnarzt-Asstistentin, die aus Damaskus geflüchtet ist und nun ältere BewohnerInnen bei Besorgungen und Einkäufen begleitet.

„Ich will mich nützlich machen“, oder: „Die Tätigkeit hier empfinde ich als große Bereicherung in meinem Leben; oder: „Meine Mutter ist hier im Haus so gut betreut worden, ich möchte mich durch meine Tätigkeit dafür erkenntlich zeigen“ – in dieser Weise begründen die Ehrenamtlichen ihr Engagement bei Kolping. Bei manchen gehört es zur „Familientradition“, sich freiwillig zum Wohle anderer einzubringen, andere sind dankbar dafür, gesund zu sein, und leiten daraus die Verpflichtung ab, Menschen, die im Alter auf Hilfe angewiesen sind, zur Hand zu gehen. Allen gemeinsam aber ist die Freude am Zusammensein mit anderen und der Wunsch, die eigenen Talente und Fähigkeiten sinnvoll zum Einsatz zu bringen.

Sehr gelobt wurden die vielen Möglichkeiten, an Ausflügen und Veranstaltungen teilzunehmen – wenn es die jeweilige pandemische Lage zulässt: Konzerte, eine Bootsfahrt am Neusiedlersee oder eine Fiakerfahrt durch die Wiener Innenstadt haben in der Vergangenheit BewohnerInnen wie freiwilligen HelferInnen gleichermaßen Freude gemacht. Zufrieden zeigten sich die TeilnehmerInnen auch mit der Begleitung durch die MitarbeiterInnen des Bereichs „Lebensqualität“, die mit den Ehrenamtlichen viel in Kontakt sind, um ihren Einsatz bestmöglich zu koordinieren.

Auch dafür, Dank auszusprechen, war Platz beim „Ehrenamts-Treffen“. Kolping-Präsidentin Christine Leopold, die eingangs eine Einführung über Leben und Wirken Adolph Kolpings gab, sprach den Anwesenden ihre Anerkennung aus dafür, dass sie durch ihre Tätigkeit „Menschen zufriedener und glücklicher“ machten: „Wir können Pflegebedürftigen das Altern nicht abnehmen, aber durch Zuwendung und Ermunterung das Leben erleichtern.“ Sechs langjährige freiwillige MitarbeiterInnen wurden zudem mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.

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