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Statement von Kolping Österreich betr. Berufsschule Ferlach

Geschäftsführer Franz Marginter: „Beabsichtigte Übersiedlung nach Klagenfurt fußt auf falschen Zahlen und bringt Nachteile für die Betroffenen.“

Mit Erstaunen und Bedauern nimmt Kolping Österreich die Entscheidung der Kärntner Landes-regierung zur Kenntnis, die Berufsschule Ferlach für Büchsenmacher und Oberflächentechniker nach Klagenfurt zu verlegen. Landeshauptmann Peter Kaiser hatte auf ORF.at u.a. ökologische Gründe für diesen Schritt angegeben: 95 Prozent der Berufsschüler, so wird er dort zitiert, würden bereits jetzt von Klagenfurt aus nach Ferlach pendeln. Diese Behauptung fußt auf falschen Zahlen, wie Franz Marginter, Geschäftsführer des Kolpinghauses Ferlach, anmerkt: „Rund zwei Drittel der Berufsschüler wohnen bei uns“; insgesamt biete Kolping jedes Jahr ca. 120 Jugendlichen – je 30 in vier aufeinander folgenden „Turnussen“ – Unterkunft und ein „Zuhause auf Zeit“.

Aus Rücksicht auf die Umwelt müsste die Berufsschule Ferlach jedenfalls nicht nach Klagenfurt übersiedeln, so Marginter, auch im Hinblick auf die Betroffenen überwiegen in seiner Sicht die Nachteile: „Die jetzt getroffene Entscheidung empfinden wir als ungünstig für die Lehrlinge, die die Nähe zur HTL Ferlach verlieren, und sie beendet ohne Not eine 400 Jahre währende Tradition, in Ferlach die Büchsenmacherei als Lehrberuf zu pflegen.“

Bis vor kurzem hatte es Überlegungen gegeben, die Berufsschule mit der HTL Ferlach zusammen-zulegen, so Marginter. In Kooperation mit der Bildungsabteilung des Landes Kärnten hatte Kolping seit Beginn 2019 ein Konzept ausgearbeitet, für sämtliche BerufsschülerInnen im Kolpinghaus Ferlach, wo auch die SchülerInnen der HTL untergebracht sind, Wohnplätze zur Verfügung zu stellen. Marginter: „Im Oktober haben wir unser Konzept vorgelegt, im November sagte uns die Behörde, man werde prüfen. Nun haben wir die Entscheidung aus der Zeitung erfahren.“

 

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Mag. Wolfgang Engelmaier
Kolping Österreich | Bundessekretär
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