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Suchtprävention: "Familien stärken" - Kindern helfen

Kolping Österreich startete - in Kooperation mit dem Institut für Suchtprävention in Wien - im April erstmalig in Österreich das in anderen Ländern bereits erprobte Präventionsprogramm „Familien stärken 10-14“. Ziel des Programmes ist es, Familien dabei zu unterstützen, das Familienleben so konfliktfrei wie möglich zu gestalten und so die Lebenskompetenz von Kindern zu stärken.

Die Pubertät ist eine Zeit, die von vielen Jugendlichen und ihren Eltern als schwierig empfunden wird. Vieles verändert sich: Jugendliche entwickeln ein eigenes Weltbild, beginnen sich von den Eltern abzunabeln, der schulische Druck steigt, Grenzen werden ausgetestet und häufig auch überschritten. Bei soviel Veränderung kann es schnell zu Streit in der Familie kommen, der für manche Familien unüberwindbar scheinende Konflikte schafft, insbesondere dann, wenn bei Eltern die Sorge vor einem Abgleiten ihrer Kinder in Alkohol- und Drogenkonsum wächst.

Damit der Stress und die Sorgen in dieser Zeit nicht zu groß werden, gibt es „Familie stärken“ – ein Programm, das Eltern und Jugendliche darin unterstützt, das Leben in der Familie harmonischer zu gestalten, indem das Miteinander gestärkt wird. Zusammen mit anderen Familien lernen die teilnehmenden Familienmitglieder wie man mit Problemen, täglichem Stress, Druck im Freundeskreis, Überforderung oder Unsicherheit in Erziehungsfragen besser umgehen kann.

In Wien wird das Programm von den Kolping Österreich-Beratungseinrichtungen seit April dieses Jahres kostenfrei für 10 Familien angeboten und durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch das Institut für Suchtprävention der „Sucht- und Drogenkoordination Wien“. Es richtet sich an Familien mit Kindern von 10 bis 14 Jahren und eignet sich für Alleinerziehende, (Ehe)-Paare mit Kindern ebenso wie für weitere Erziehungsverantwortliche (z.B. Großeltern, Tanten und Onkel). Der Ablauf erfolgt in insgesamt 11 Sitzungen, die wöchentlich stattfinden. Jede Sitzung dauert 3 Stunden und besteht aus 3 Einheiten. In den Elternsitzungen geht es darum, in der täglichen Erziehung Liebe zu zeigen und gleichzeitig Grenzen zu setzen. Außerdem lernen Eltern, wie man mit Alltagsstress besser umgehen und Konflikte untereinander fair lösen kann. Innerhalb der Jugendgruppe befassen sich die Jugendlichen damit, wie man sich Ziele setzt und diese erreicht, welche Strategien zur Stressbewältigung es gibt, wie man sich in Konflikten verhält und Gehör findet. Die Familiensitzungen finden im Anschluss statt. Dabei gehen Eltern und Kinder die Themen durch, die in der vorherigen Sitzung behandelt wurden. Bei allen Sitzungen werden die Teilnehmenden von erfahrenen und geschulten „Familien stärken“-ExpertInnen von Kolping Österreich begleitet.

Für Kolping Österreich ist das Engagement mit und für die Familie Kernstück und Schwerpunkt der verbandlichen Arbeit. „Unser Anliegen ist es, Familien in schwierigen Lebenslagen und Krisen zu helfen und den Zusammenhalt innerhalb der Familien wieder zu stärken. In unseren Einrichtungen zeigen wir Ihnen Perspektiven auf, die sie dabei unterstützen sollen, Lösungswege zu finden um gemeinsam als Familie schwere Phasen zu bewältigen“, so Kolping-Präsidentin Christine Leopold.

Mehr Information zu den Kolping-Beratungseinrichtungen: 

Sucht- und Drogenberatung für Jugendliche und Angehörige    
Lebensberatung für Einzelne, Paare und Familien

Mehr Information zu weiteren Kolping-Einrichtungen und Projekten für Familien und Jugendliche:

Kolping Sozialeinrichtungen

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