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Wohnhäuser und Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Informationen betreffend „Corona-Virus“

In den letzten Tagen haben wir in den Kolping-Einrichtungen für Menschen mit Behinderung nach den Vorgaben der zuständigen Behörden große Anstrengungen unternommen, um die Verbreitung des „Corona-Virus“ zu verhindern. Dabei mussten zum Teil drastische Schritte gesetzt werden: die Schließung unserer Werkstätten in Mistelbach und Poysdorf, ein Zutrittsverbot für alle, die nicht in unseren Einrichtungen wohnen oder arbeiten, Absage aller Veranstaltungen – Gemeinschaftsaktivitäten finden nur in eingeschränkten Umfang in den Gruppen statt.

Diese Maßnahmen gelten, solange sie zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ansteckung notwendig sind. Wir danken allen Angehörigen für Ihr Verständnis und bitten Sie gleichzeitig, jede Gelegenheit zu nutzen, um mit Ihnen nahestehenden BewohnerInnen beispielsweise telefonisch oder über Social Media-Kanäle in Kontakt zu bleiben!

Wir danken allen MitarbeiterInnen für ihre hohe Motivation und ihre Bereitschaft, dazu beizutragen, die Situation bestmöglich zu meistern und das Wohlergehen unserer BewohnerInnen auch in diesen herausfordernden Tagen sicherzustellen!

 

Die Maßnahmen im Detail:

Kolping-Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Poysdorf:

  • Werkstätte wurde geschlossen; Betrieb im Wohnhaus läuft im vollen Umfang weiter
  • Neuer Dienstplan: Verstärkung der BetreuerInnen-Teams im Wohnhaus tagsüber durch MitarbeiterInnen der Werkstätte zur Sicherstellung der durchgehenden Betreuung der BewohnerInnen; zwei Zivildiener sind ebenfalls im Wohnheim eingesetzt, ein weiterer Zivildiener wurde vorausschauend angefordert
  • Tagesstruktur-Angebot wird in Kleingruppen im Wohnhaus gesetzt
  • Betretungsverbot für alle, die nicht in der Einrichtung wohnen oder arbeiten
  • Die Wohnassistenz wird lt. Vorgabe des Landes reduziert, läuft aber weiter.
    Verstärkt telefonischer Kontakt.
  • Versorgung der BewohnerInnen mit Essen durch die hauseigene Küche;
    Essenseinnahme in Kleingruppen
  • Dienstplan des Reinigungspersonals wurde umgestellt
  • Hygienemaßnahmen wurden verstärkt
  • Zimmer zur möglicherweise nötigen Isolierung von KlientInnen wurden eingerichtet
  • Der geplante Ostermarkt musste abgesagt werden.

Kolping-Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Mistelbach:

  • Werkstätte für externe KlientInnen geschlossen; interne KlientInnen werden zum Teil vorerst weiter in der Werkstätte in kleinen Gruppen betreut
  • Berufsbildungsprojekt „fit4job“: vorübergehend geschlossen
  • Erlebniswerkstätte geschlossen. Tagesstrukturangebot für die BewohnerInnen in den basalen Wohngruppen.
  • Tagesstrukturangebot für die BewohnerInnen im Teilbetreuten Wohnhaus
  • Besuchsverbot für alle, die nicht in der Einrichtung wohnen oder arbeiten
  • Reduzierter Kontakt in der Wohnassistenz, Betreuung zT telefonisch
  • Küchenbetrieb im Haus aufrecht, Mittagsessen nur in Kleingruppen
  • Hygienemaßnahmen wurden verstärkt: Desinfizierung sämtlicher Türklinken, Schalter Taster (Lift, Kaffeeautomat, Licht, etc.) und Handläufe mehrmals täglich, Ausstattung der allgemein zugänglichen WCs mit Händedesinfektion u.a.m.
  • Zimmer zur möglicherweise nötigen Isolierung von KlientInnen wurden eingerichtet, hier gibt es eine Kooperation mit dem Kolpinghaus für SchülerInnen Mistelbach

Kolping-Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Waidhofen/Thaya:

  • Alle KlientInnen sind im Haus; Vorgaben des Landes wurden umgesetzt und durch weitere Maßnahmen erweitert (z. B. Flächendesinfektion der Busse nach jeder Fahrt durch den Fahrer)
  • Besuchsverbot wurde verhängt; Angehörige zeigen für diese Maßnahme Verständnis;
  • Versorgung durch eigene Küche im Haus
  • Zimmer zur möglicherweise nötigen Isolierung von KlientInnen wurde eingerichtet
  • Kooperationsangebot der örtlichen Caritas-Werkstätten, im Notfall personell auszuhelfen. Derzeit wird durch die Caritas Recycling Vitis Material vor die Tür gestellt, wodurch die Tagesbeschäftigung der BewohnerInnen in den beiden Kolping-Wohnhäusern erweitert werden kann
  • Örtliche Wirte haben der Einrichtung Lebensmittel angeboten, die ihnen durch die Schließung der Lokale übrig bleiben

Allgemeine Informationen zu den Angeboten für Menschen mit Behinderung

Es ist normal, verschieden zu sein.

Bei Kolping begegnen wir Menschen mit Behinderung in einer partnerschaftlichen, von Achtung geprägten Weise. Wir sehen unsere Aufgabe darin, sie dabei zu unterstützen, ihr Leben nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Unsere Wohnhäuser und Werkstätten stehen Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zur Verfügung.

Jeder Mensch braucht gute Rahmenbedingungen, damit er sich seinen Zielen entsprechend entwickeln kann – einen angemessenen Platz zum Wohnen zum Beispiel. In unseren Wohnhäusern finden Menschen mit Behinderung einen Ort, wo sie sich zu Hause fühlen können, wo ihnen Sicherheit geboten wird sowie eine Förderung und Betreuung, die den neuesten Erkenntnissen der Sonder- und Heilpädagogik entspricht.

Neben geeignetem Wohnraum bieten wir auch Beschäftigung in speziellen Werkstätten an. Jungen Menschen auf dem Weg ins Berufsleben zu helfen, ist ja das Ur-Anliegen des Kolpingverbandes – das gilt auch für die Begleitung von Menschen mit Behinderung, die sich den Normen der Leistungsgesellschaft weitgehend entziehen. In unseren Werkstätten für Menschen mit Behinderung stellt neben der Beschäftigung die berufliche Eingliederung ein wichtiges Ziel dar, das wir durch spezielle Arbeitstrainings zu erreichen versuchen. Unsere KlientInnen erledigen Aufträge verschiedenster Kunden und produzieren Produkte, die am Markt nachgefragt sind, ob es sich nun um Nistkästen, Kleinmöbel, Haarspangen, Windräder oder Weihnachtsgeschenke für Firmen handelt.

Bei schweren und schwersten Formen der Behinderung geht es vorrangig um die Teilnahme an der Gemeinschaft und die Schaffung einer anregenden Atmosphäre durch unterschiedliche Fördermethoden.

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist anspruchsvoll und verlangt neben einer soliden Ausbildung auch eine wertorientierte Einstellung zur menschlichen Würde und seiner Einmaligkeit.

Ein fachgerechte und zwischenmenschliche, herzliche Betreuung sind wichtige Qualitätsmerkmale unserer Kolping-Wohnhäuser und Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Anmeldung und Aufnahme

Für eine Anmeldung für einen Wohn- oder Tagesbetreuungsplatz für Menschen mit Behinderung in einer der Kolping-Wohnhäuser und Werkstätten wenden Sie sich bitte an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.

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Kontakt & Adressen