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20 Jahre Hoffnung für Jugendliche in Not: KRISUN eröffnet neues Zuhause in Leoben

Foto: © Kolping ÖsterreichPersonen v.l.n.r.: Mag.a Christine Leopold, Ehrenpräsidentin Kolping Österreich; Mag. Albert Pribyl, Geschäftsführung Finanzen Kolping Österreich; Peter Samt, Bundesrat (in Vertretung des Landes Steiermark); Kurt Wallner, Bürgermeister der Stadt Leoben; Msgr, Markus J. Plöbst, Stadtpfarrer Leoben; Mag. Wolfgang Engelmaier, Präsident Kolping Österreich; DSA Thomas Jaklitsch, MA, Einrichtungsleiter KRISUN, Kolping Österreich

Mit einem Tag der offenen Tür wurde heute der neue Standort der Krisenunterbringungsstelle für Jugendliche („KRISUN“) in Leoben feierlich eröffnet. 20 Jahre nach ihrer Gründung am Standort Kapfenberg übersiedelt die von Kolping Österreich geführte Einrichtung in den ehemaligen „Bachgasslhof“ – und bietet dort weiterhin Schutz und Stabilität für junge Menschen in akuten Lebenskrisen. 

Kolping-Präsident Wolfgang Engelmaier dankte in seinem Grußwort den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen sowie den Ehrengästen: Bundesrat Peter Samt, Bürgermeister Kurt Wallner, und Stadtpfarrer Msgr. Markus J. Plöbst, für ihr Erscheinen und ihre Unterstützung.

Hinter KRISUN steht eine Aufgabe, die kaum herausfordernder sein könnte: Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren aufzufangen, wenn Gewalt, Vernachlässigung oder massive familiäre Konflikte ein Weiterleben im bisherigen Umfeld unmöglich machen. Seit der Gründung fanden rund 800 Jugendliche aus der gesamten Steiermark – rund 40 pro Jahr – hier einen sicheren Ort.

Die Zeit in der Einrichtung ist bewusst als Übergangsphase gestaltet: Bis zu zwölf Wochen bleiben die Jugendlichen im Schnitt, begleitet von einem multiprofessionellen Team aus Sozialpädagogik, Psychologie und Betreuung. In dieser Zeit geht es nicht nur um Stabilisierung, sondern auch darum, Schritt für Schritt wieder neue Perspektiven sichtbar zu machen.

Mit dem Umzug nach Leoben haben sich die Rahmenbedingungen dafür deutlich verbessert. Das neue Gebäude ist barrierefrei, jedes Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet, insgesamt finden die jungen Menschen hier ein Wohnumfeld vor, das ausreichend Ruhe und Privatsphäre ermöglicht – zentrale Faktoren in einer ohnehin sehr belastenden Lebensphase. Auch für das Team eröffnen sich neue Möglichkeiten, etwa durch ausreichend Rückzugsräume für den Nachtdienst.

Auch die Stadt selbst wird Teil dieses Unterstützungsnetzwerks: Schulen, Behörden und medizinische Einrichtungen sind gut erreichbar, das Krankenhaus Leoben sowie psychosomatische Angebote liegen in unmittelbarer Nähe. Damit verdichten sich Hilfsstrukturen genau dort, wo sie im Ernstfall rasch gebraucht werden.

Beim Tag der offenen Tür nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das neue Haus selbst in Augenschein zu nehmen – und einen seltenen Blick hinter die Kulissen jener Arbeit zu werfen, die sonst meist im Verborgenen stattfindet.


Zitate:

Mag. Wolfgang Engelmaier, Präsident Kolping Österreich:
„Bei aller Schwere, die hier immer greifbar ist, und bei dem großen Rucksack, den die jungen Menschen mitbringen, ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie viel die meisten von ihnen schaffen: die Gesprächsfähigkeit wiederzuerlangen, in einen Alltag mit normalen Abläufen zurückzufinden, mit anderen Jugendlichen zu interagieren, ja sogar, sich gegenseitig zur Stütze zu werden.“

DSA Thomas Jaklitsch, MA, Einrichtungsleiter KRISUN, Kolping Österreich
„Wir brauchen in unserer Arbeit nicht immer die reine fachliche Expertise. Entscheidend ist der richtige menschliche Zugang und die Haltung, die es ausmacht. Wir sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Jugendliche in Krisen im Einsatz – auch dann, wenn andere Weihnachten, Ostern oder Silvester feiern. Dafür braucht es viel Herzblut, Engagement und ein Team, das die jungen Menschen in ihrer Menschlichkeit sieht und ihnen die Chance gibt, diesen Neustart zu machen. Und das ist unsere Kunst: den Menschen hinter der Story zu entdecken.““

Peter Samt, Bundesrat (in Vertretung des Landes Steiermark)
„Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen rasch Hilfe, Stabilität und verlässliche Begleitung erhalten, damit sie wieder in ein normales Leben zurückkehren können. Einrichtungen wie KRISUN leisten dabei einen unverzichtbaren Beitrag und bieten jungen Menschen Schutz, Unterstützung und neue Perspektiven.“

Kurt Wallner, Bürgermeister der Stadt Leoben
„Mein aufrichtiger Dank gilt den Menschen, die sich hier tagtäglich um die Jugendlichen kümmern. Es braucht eine starke innere Haltung, Beharrlichkeit und Geduld für diese Arbeit. Umso schöner ist es wenn Jugendliche mit gestärktem Selbstwert und vielleicht auch mehr Freude am Leben aus dieser Einrichtung gehen können. Ich kann nur sagen: Willkommen in Leoben.“

Stadtpfarrer Msgr, Markus J. Plöbst
 „Was hier gelebt wird, ist der Geist der Nächstenliebe. Dass der andere gleich an Würde geboren ist, gleich an Würde leben darf und manchmal dementsprechend auch begleitet werden muss.“

 

Foto: © Kolping Österreich
Personen v.l.n.r.: Mag.a Christine Leopold, Ehrenpräsidentin Kolping Österreich; Mag. Albert Pribyl, Geschäftsführung Finanzen Kolping Österreich; Peter Samt, Bundesrat (in Vertretung des Landes Steiermark); Kurt Wallner, Bürgermeister der Stadt Leoben; Msgr, Markus J. Plöbst, Stadtpfarrer Leoben; Mag. Wolfgang Engelmaier, Präsident Kolping Österreich; DSA Thomas Jaklitsch, MA, Einrichtungsleiter KRISUN, Kolping Österreich
 

Weitere Informationen: kolping.at/krisun


KRISUN Standort ab Juli 2026:
Gösser Straße 69, 8700 Leoben
Tel.: +43 (0) 3842 30730
E-Mail: krisun@kolping.at 


Rückfragen: 
Mag. Katharina Trinkl
Kolping Österreich | Referentin für Kommunikation 
Paulanergasse 11, A-1040 Wien
Tel. (01) 587 35 42 - 28
k.trinkl@kolping.at

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