Leitungswechsel bei Kolping Österreich: Mit 20. Mai 2026 übernimmt Wolfgang Engelmaier das Amt des Präsidenten des katholischen Sozialverbands. Der bisherige Bundessekretär folgt auf Christine Leopold, die Kolping in den letzten beiden Jahrzehnten geführt und maßgeblich weiterentwickelt hat.
Engelmaier steht für Kontinuität und Erneuerung zugleich. Seit vielen Jahren in leitender Funktion bei Kolping tätig, hat er viele Bereiche zentral mitgestaltet und kennt die Stärke der Gemeinschaft, auf die Kolping aufbaut. Als wichtigste Ressource des Vereins bezeichnet er „die vielen Menschen, die sich bei uns engagieren“ – in den Kolpinghäusern, den Sozialeinrichtungen und den Kolpingsfamilien im ganzen Land, „Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben und die Hände nicht in der Hosentasche stecken lassen, wenn es darum geht, aus sich selbst und aus unserer Gesellschaft etwas zu machen“.
In diesem Geist ließen sich auch die Herausforderungen der Zukunft meistern, hält der neue Präsident fest: die Sicherung unserer Demokratie und Freiheit, der Erhalt des sozialen Zusammenhalts, eine intakte Umwelt und Solidarität mit den Benachteiligten hierzulande sowie jenseits unserer Grenzen. „Diese Dinge fallen nicht vom Himmel, sie sind die Frucht bewusster Entscheidungen und Handlungen von konkreten Menschen. Bei Kolping setzen wir uns dafür ein, und das seit fast 175 Jahren“, so Engelmaier.
Christine Leopold: „Es war immer ein Privileg“
Seine Vorgängerin Christine Leopold stand über 20 Jahre an der Spitze von Kolping Österreich und hat den Verband in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen weiterentwickelt und ausgebaut. Unter ihrer Führung entstanden zahlreiche neue Jugendwohnhäuser und Sozialeinrichtungen, bestehende Angebote wurden erweitert und modernisiert. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg auf rund 850 und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Mit großer Dankbarkeit blickt Leopold auf die Zeit ihrer Präsidentschaft zurück: „Es freut mich, dass es gelungen ist, unsere soziale Idee ständig weiterzuentwickeln und Antworten auf die Bedürfnisse der Menschen zu finden, ohne dabei unsere christlichen Wurzeln zu verlassen. Das war immer das Schöne an dieser Tätigkeit.“ Stets sei es ihr Ziel gewesen, „Menschen zu stärken und sie zu ermutigen, ihr Leben eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten“, hebt sie hervor, und bezeichnet Kolping als „generationenübergreifende Gemeinschaft, die Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen begleite: von den Jugendlichen in den Jugendheimen des Verbandes über Menschen in schwierigen Lebensphasen bis hin zu älteren und betreuungsbedürftigen Personen in den Pflegeeinrichtungen des Verbandes“.
In Anerkennung ihrer Verdienste wurde Christine Leopold von den Mitgliedern der Bundeskonferenz zur Ehrenpräsidentin von Kolping Österreich ernannt.
Neue Generation im Leitungsteam
Mit dem Wechsel an der Spitze werden auch weitere zentrale Funktionen neu besetzt. Die Funktion der Bundessekretärin übernimmt künftig Christina Wieser. Sie war bereits von 2022 bis 2024 als Jugendreferentin bei Kolping Österreich tätig und absolvierte zuletzt ein Masterstudium der Psychologie an der Universität Wien.
Auch im Bereich Finanzen setzt Kolping Österreich auf einen geordneten Übergang: Nach mehr als zwei Jahrzehnten in leitender Verantwortung wird Geschäftsführer Albert Pribyl seine Agenden in den nächsten Monaten schrittweise an seinen Stellvertreter Valentin Bauer übergeben, dieser ist seit mehreren Jahren ein wichtiger Teil des Teams im Bundessekretariat des Verbandes.
175 Jahre Kolping Österreich: Jubiläum mit Blick nach vorne
Im kommenden Jahr, 2027, feiert Kolping Österreich sein 175-Jahr-Jubiläum – für den neuen Präsidenten ein „idealer Anlass“, auf der Basis dessen, was in der Vergangenheit erreicht wurde, den Blick in die Zukunft zu richten. Gründer Adolph Kolping habe seinen Leuten die Tugend des Mutes anempfohlen, und Mut zur Veränderung prägt die Verbandsarbeit bis heute, so Engelmaier: „Ich glaube, Kolping ist ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie in einem durchaus altehrwürdigen Verein das Anliegen, für Menschen in vielfacher Weise da zu sein, nicht nur gehortet und verwaltet, sondern verlässlich neu mit Leben erfüllt wird.“
Von Anfang an sei die Kolping-Idee darauf ausgerichtet gewesen, Menschen nicht nur zu unterstützen, sondern sie darüber hinaus zu befähigen, ihr Leben und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten, betont Engelmaier, und dieser Grundgedanke spiegle sich heute in einer modernen, breit gefächerten Sozial- und Vereinsarbeit: „Gerade in einer Zeit der Verunsicherung braucht es Orte, an denen Solidarität konkret gelebt wird.“ Das 175-Jahr-Jubiläum solle genau dafür als Beleg gelten: „Kolping ist, wie in der Vergangenheit, auch heute und morgen ein unverzichtbarer Akteur für den sozialen Zusammenhalt in Österreich.“
Presse-Fotos-Download:
Foto 1: © Kolping Österreich (Fotografin Evelyn Binder)
Mag. Wolfgang Engelmaier mit KR Mag.a Christine Leopold
Foto 2: © Kolping Österreich (Fotografin Evelyn Binder)
Portrait Mag. Wolfgang Engelmaier
Foto 3: © Kolping Österreich (Fotografin Agnes Stadlmann)
Portrait KR Mag.a Christine Leopold
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