Um Menschen mit Behinderungen neben einer Tagesbeschäftigung einen Platz zum Wohnen zu bieten, wurde im Jahr 1990 in der Nähe der bereits bestehenden Kolping-Werkstätte Poysdorf ein Wohnhaus gegründet. Sowohl der Wohnbereich als auch die Tagesbetreuung wurden in den letzten beiden Jahren in Kooperation mit dem Land Niederösterreich generalsaniert und erweitert, um dem steigenden Bedarf in der Region gerecht zu werden.
„Klein und bescheiden haben wir unsere Arbeit in Poysdorf begonnen, heute blicken wir mit Freude und auch Stolz darauf, was daraus geworden ist“, äußerte Kolping-Präsidentin Christine Leopold im Rahmen der Eröffnungsfeier am 8. September und dankte vor allem dem Betreuungsteam für den großen Einsatz gerade während der Bauphase. Zeitweise waren die Bewohner*innen im Garten der Einrichtung in Wohncontainern untergebracht; obwohl diese „hochwertig waren und sämtliche Stückerl spielen“ seien die Bauarbeiten für alle Beteiligten „keine einfache Zeit gewesen“, so Leopold.
Landtagspräsident, Karl Wilfing (VP), der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der Eröffnungsfeier teilnahm, hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Kolping für die Stadt Poysdorf hervor: als einer der prägenden Vereine, durch das Kolpinghaus und die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. „Adolph Kolping ging es um Arbeit und Bildung und dass für möglichst alle Menschen ein Zugang dazu geschaffen wird - genau dafür steht Kolping in Poysdorf!“ Auch Bürgermeister Josef Fürst zeigte sich erfreut: „Das Schöne ist, wie gut die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnhauses integriert sind. Wann immer man euch in Poysdorf begegnet, sind diese Begegnungen von Freundlichkeit geprägt.“ Die Stadtgemeinde sei sehr froh, dass Kolping Österreich die Sanierung der Einrichtung so gut geschafft habe, fügte er hinzu und lobte das Wohnhaus als einen „Ort zum Wohlfühlen“.
Einrichtungsleiterin Christina Schodl-Meier ging in ihrer Begrüßungsrede auf die Fakten ein: Im Wohnbereich ebenso wie in der Tagesbetreuung wurden je acht neue Plätze geschaffen, sodass nun insgesamt 39 Wohnplätze und 16 Tagesbetreuungsplätze im Wohnhaus zur Verfügung stehen, dazu kommen noch 60 Plätze in der bereits seit 1979 bestehenden Kolping-Werkstätte Poysdorf. Die bestehenden Zimmer wurden generalsaniert, außerdem wurden ein zeitgemäß ausgestattetes Pflegebad und eine Großküche für die tägliche Versorgung der Bewohner*innen errichtet, ebenso drei helle und großzügige Gruppenräume, ein zusätzlicher Therapieraum und eine Dachterrasse.
Mehr als 40 Mitarbeiter*innen haben in der Kolping-Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Poysdorf ihren Arbeitsplatz und es werden aktuell noch weitere Kräfte gesucht. Christina Schodl[1]Meier: „Wer Interesse hat, ist gerne zu einem unverbindlichen Erstgespräch eingeladen“; viele hätten nach so einem Gespräch festgestellt, dass sie Talent und Freude für eine Tätigkeit in diesem Bereich mitbringen.
Das Kolping-Wohnhaus und die Werkstätte für Menschen mit Behinderungen in Poysdorf werden gefördert von der Niederösterreichischen Landesregierung.
Foto: © Kolping Österreich | Fotografin Evelyn Binder











